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die hier näher angezeigt zu werdenverdienet.
Denselben Tag, als die Acadcinicdie erwähnte Nachricht erhalten,machte ich sie dem, damals noch we-nig bekannten, zu mechanischen Er-findungen aber vorzüglich aufgeleg-ten, Mcchanikus -Holfcld, ohne ihmdas geringste von den an die Acadc-mie geschikten Zeichnungen zu sagen,bekannt. Die Zeichnungen hat er inder That nicht gesehen, bis seine Er-findung völlig fertig und ausgeführtgewesen. In ganz kurzer Zeit brach-te mir dieser fürtreffliche Mann seinesinnreich erfundene Maschine. Sieist so eingerichtet, daß sie ohne alleWeitläufcigkeir auf jedes Clavier,von der Art, die man hier zu LandeFlügel nennt, gesetzt werden kann,und alsdenn jedes, bis auf die klei-neste Manier im Spielen, genauaufzeichnet. Verschiedene Liebhaberhatten sich bey dem Erfinder gemel-det, uui dieses'Instrument zu haben;weil aber keiner Miene machte, dieErfindung daran unfeine anstandigeArt zu belohnen, so blieb sie, so wieein von demselben Künstler erfunde-nes Clavier mir Darm - Sayten undeinem Bogen von Pferdhaaren, beydem Erfinder liegen. Nach seinemTode") kaufte dieAcademie der Wis-senschaften das Instrument, und wirdohne Zweifel eine genaue Abzeichnungdavon bekannt machen
*) im Frühjahr 1770.
") Aus dieser Erzählung wird sich bc-urtbcilcn lasse», wie viel unrichtigesüber dieses Instrument und seinen Er-finder in Herrn Stühelins Nachrichtvon dem Zustand der Musik in Ruß-land gesagt worden. Dieser Aufsalzbefindet sich in Haigolds Bcylagcnzum ncuvcrändcrlen Rußl, II Thcile.
1. Es ist nicht wahr, daß Holsclddie an die Acadcmic geschikten Zeich-nungen gesehen, che er sein Instru-ment gemacht hat.
2. Es ist nicht wahr, daß der Erfin-der die Maschine selbst aus Verdrußwieder zernichtet habe.
Was übrigens die Kunst des Fan-tasirens betrifft, was für Hülfsmit-tel man habe, dasselbe zu erleichternund was bei) den verschiedenen Ar-ten desselben zu bedenken sey, darüberwird man in Bachs Versuch über diewahre Art das Clavier zu spielen, so-wol im ersten als im zweyten Thcile,in eigenen Capitcln, viel nützlichesantreffen.
Von dem Fantäficen handeln: äriecia rauuer stsnrslis psrs Deels, Vi.Auels z- rvclu instrumenta cle rres 0gusrru arciencz, pur 'stk>oms5 sZsncsdlsris, Vsllscl. 1565. st— K. A. Sor-ge im zoten Kap. des ztcn Thls. s. Vor«gemaclls der musikalischen Evmposnionzauch hat er besonders drucken lassen, eine— Anleitung zur Fantasie oder zu derschweren Kunst, das Clavier, wie auchandre Instrumente, aus den, Kopfe zuspielen, nach theoretischen und praktischenGeundsäi-cn, wie solche die Natur de»Klanges lehrt, gestellt 1767. nnt i7Kpsrt.st. — Ferner gehören hieher »och, Frdr.Will). Riedl» Betrachtungen über diewillkühelichen Veränderungen der musika-lischen Gedanken, bey Ausführung einerMelodie, in: -ten Bde. der Marpurg-schcn Vepträge — und, in so fcrnva»;n eino Rennt«,isi von der Ver-wandtschaft Oer Tonarten erforder-lich ist, das, was von musikalischen Cic-
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z. Auch nicht, daß er sie durch ei-nen zubilligen Brand, darin viel vonseinen Sachen im Rauch aufgegangen,verloren habe.
4. Auch ist nicht wahr, daß seineVerdienste unbelvhnt geblieben scyen.Der König hat ihn, 176; eine Gna-dcnpcnsion gegeben, die er bis anseinEnde genossen hat. Auch ist er da-durch auf eine schmeichelhafte Weisebelohnt worden, daß der König sei-nen Bogcnflügcl von ihin gcfvdcrt,ihn dafür belohnt, und das Instru-ment, als eine vorzüglich schätzbareErfindung, in das Neue Schloß hilVtcr Sans-Souei hat sehen lassen.