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2 (1792) [E - J]
Entstehung
Seite
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Fan

Ausser den, von H. S. angeführtenSchriftstellern handeln noch von den Fal-ten, de Piles in f. Lourz eie peinrurc,unter der Aufschrift: De I'vrcire <iezxlis, S. 8-. Ausg. von >766. und indem löten Kap. der rrmurcz, er eclsir»cissemenr sur i'ielee etu l'einrie psr-lair, S. 40). Oeuvr. «l!v. 7'. z. ---Und im Lomazzo ssrrzcczro eiell' arr«Ucllz pirrura, dsii. I5L5- 4- bstd. VI.c. I.VI. S.454.) finden sich Nachrichtenüber die Art und Weise, wie Raphael dieFalten studiert. — Ferner geben nochUnterricht über Faltcnordnung, Dupuydu Grcz, in seinem TAsire ste la pein.rure, S. IVI u. f. und Cd. Ant. Coyipcl, in seinen Oiicours prorioncescisns . . . l'/Vczst. lt. <ie pcinrure erlcuiprure, I^sr. 17!I. 4. S. i>5-Kdremons Natur und Kunst in Gemsthl-den, im igten Kap. des iten TH. S.-n.Vom guten Geschmack in der Kleidungund den Falten.

Fantastren; Fantasie.

(Musik.)

HAenn ein Tonkünstler ein Stük, sowie er es allmählig in Gedanken se-tzet, sofort auf einem Instrumentespielt; oder wenn er nicht ein schonvorhandenes Stük spielt, sonderneines, das er wahrendem Spielen er-findet, so sagt man, er fantasire.-Also geHort zumFantasiren eine großeFertigkeit im Satz, besonders, wennman aufOrgcln, Klavieren oder Har-fen vielstimmig fantasirt. Die aufdiese Weise gespielten Stüke werdenFantasien gencnnt, was für einenCharakter sie auch sonst an sich ha-ben. Oft fantasirt man ohne Melo-die blos der Harmonie und Modu-lation halber; oft aber fantasirtman fo, daß das Stük den Charak-ter einer Arie, oder eines Ducts,oder eines andern singenden Stüks,mit begleitendem Baß hat. EinigeFantasien schweifen von einer Gat«tung in die., andre, aus, bald.in or-

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deutlichem Takt, bald ohne Taktu. s. f.

Die Fantasien von großen Mei-stern, besonders die, welche aus ei-ner gewissen Fülle der Empfindungund in dem Feuer der Begeisterunggespielt werden, sind oft, wie dieersten Entwürfe der Zeichner, Werkevon ausnehmender Kraft und Schön-heit, die bei) einer gelassenen Ge-müthslage nicht so konnten verfcrti.get werden.

Es wäre demnach eine wichtigeSache, wenn man ein Mittel battc,die Fantasien großer Meiste, auf-zuschreiben. Dieses Mittel ist auchwürklich erfunden, und darf nur be-kannt gemacht werden, und von gc-schikten Männern die letzte Bear-beitung zur Vollkommenheit bekom-men.

In den Transactionen der Konigl.Gescllschaftdcr Wissenschaften in Lon-don befindet sich in der 48z Numer,die 1747 herausgekommen, ein kur-zer Aufsatz, in welchem ein englischerGeistlicher, Namens Crees, denEntwurf zu einer Maschine angiebt,welche ein Tonstük, indem es gespieltwird, in Noten setzt *). Nicht langhernach, nämlich 1749, hat ein aus-wärtiges Mitglied der Konigl- Aca-demie der Wissenschaften von Berlinderselben eröffnet, daß er seit einigerZeit an einem Clavier arbeite, dasdie Fantasien in Noten setzen könne,sich aber genöthiget sehe, die Sachewegen Mangel an einem geschiktenArbeiter aufzugeben; er schikte zu-gleich der Acadcmie seinen Entwurfdavon. Dieser Veranlassung habenwir die Erfindung des -Holfelsi-schen Setzinstruments zu danken,

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