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alles, was zur Beschaffenheit derDinge geHort, klar und bestimmtsieht oder empfindet.
Liegt das Falsche in dem Wesent-lichen des Werks, so wird das gan-ze Werk schlecht und unbrauchbar;liegt es aber nur in Nebensachen, sobekömmt es dadurch Fleken und Feh-ler, die seinen Werth und den Ein-druk, den es machen soll, vermin-dern. Das Falsche kömmt entwederaus einem Mangel des Genies, oderder Aufmerksamkeit her. Wer nichtvermögend ist, seinen klaren Vorstel-lungen eine hinlängliche Ausdehnungzu geben, um das cinzele darin» rich-tig zu sehen, oder wer zu nachlaßigist, in besondern Fallen dieses zuthun, der laust allemal Gefahr,falsch zu fassen, oder falsch zu em-pfinden.
Falsch.
(Musik.)
8)?an nennt im nncigcntlichen Sinneinige Intervalle falsch, nicht als obsie fehlerhaft waren, sondern blosdeßwegen, weil der Name, den siebekommen, sich eigentlich nicht fürsie schiket. So hat man einem ge-wissen Intervall der Namen der fal-scbc» tUm'mc gegeben, weil es, wiedie eigentliche Quinte, ans vier dia-tonischen Graden besteht, ob es gleichkeine wnrkliche Quinte macht, son-dern dissonirt. So ist auf unsrccTonleiter das Intervall bk-k einefalsche Quinte, weil es nur auszwei) ganzen (dem großen und klci.nen) Tönen c-cl, sie, und zwcyhalben Tönen, Ha, e-5, besteht,da die wahre Quinte aus drei) gan-zen und cinein halben Ton zusammen-gesetzt ist.
Das eigentliche Verhältnis; der fal-schen Quinte ist 45 : 64, und wirdin der llmkehrnng *) zum Tritonus,dessen Vcrhaltniß 32:45 ist.
*) S. Umkehrung.
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Auf eine ahnliche Art bekommenauch andre Intervalle Namen, dieihnen eigentlich nicht zukommen, weilsie ihrer Natur nach die wahren Ver-Haltnisse der Intervalle, deren Na-men sie tragen, nicht haben, nochso, wie sie, können gebraucht wer-den. So giebt man allen übermäs-sige» 5) verminderte» Inter-vallen die Namen der reinen Intcr-valle, aus denen sie entstehen, unddaher entstehen falsche Terzen, Quar-ten, Sexten und Octavcn. Der Tri-tonus ist eine falsche, oder übermäßi-ge Quarte, weil er, ob er gleich aufder vierten Stufe von seinem Fun-dament steht, wie t'-l>, um einenhalben Ton höher ist, als die wahreQuarte.
Gewöhnlich aber giebt man nurder erwähnten kleinen Quinte denBcpnamen falscb, indem man die an-dern Intervalle, die von den reinenabweichen, durch die Bcywörter über-mässig oder vermindert bezeichnet.Von dieser falschen Quinte hat auchder Quint-Sexten-Accord, darin sievorkommt, den Namen des Accordsder falschen Quinte. Dieser Accordkömmt auf der großen Septime desTones, in welchem man schließenwill, vor, wie hier:
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und die Quinte darinn tritt immer inder Auflösung einen Grad unter sich,da der Baß nothwendig in den näch-sten halbeiss Ton über sich schließenmuß. Diese Regel leidet nach derNatur der Sache keine Ausnahme,weil jedes Subsemitonium auf denTon darüber leitet.
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S. llcbcrmMg.