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umsns, Ven. 1745 und 1766. 8.Deutsch, mit Aus. von G. Hcrm.Richcrz,LeipZ >785-8. 2 Th. llllsnrgllczInZiL,vu Uerrrcs pliilvlnpd. . . tur Is tscul-re imosinorive, Oxt. er llar. >760.12.— Uebcr die Einbildungskraft, vonLconp.Meister, Bern >778. 8. — und, vonihr, als einem Bcstandtheilc des Genies,und in Rücksicht auf die schönen Künste,Dllff, in dcni Lils/ 0» original Le-nins, Uonä. >767. 8- S .6. 6Z. 96. >6z.,91. -6s. — Al. Gerard, in dem killa^VN Lenins, Lonst. 1774. 8> S. 5Z-127. -42. zzz dcr d. llebccs. von Lhr.Gar-vc, Lcipz. >776. 8. (Wie das Genie ausder Einbildungskraft entspringt; von den,in der Einbildungskraft liegenden Ursa-chen der Verschiedenheit des Genies; vonder Veränderlichkeit und Biegsamkeit derEinbildungskraft; von der besondern An-lage der Einbildungskraft zu den verschie-denen Arten von Genie) — Chr. Garve,in s. Abhandlung von der Prüfung der Fä-higkeiten , in dem 8tcn B. der NeuenBibl. der sch.'Wissensch. S. >6. — E.L. Wieland, in dem Vers, über das Ge-nie, Leipz. >779. 8. S. >6 — u. a. m. —
Einfalt.
(Schöne Künste.)
Aie Einfalt ist im allgemeinsten Ver-stand der Mangel der Theile, oderdie Unzertrcnnlichkeit eines Dinges-In Gegenständen des Geschmaks ver-sieht man durch dieses Wort denMangel oder die Abwesenheit allerzufälligen, durch Kunst hereinge-brachten Umstände. Man schreibteiner Sache eine edle Einfalt zu, ent-weder wenn dieWürkung, die sie lhunsoll, durch wenig Umstände erhaltenwird, oder auch, wenn sie nur durchdas Wesentliche, so in ihr ist, ge-fallt, und alle zufällige Verschöne-rungen wegbleiben. So schreibetman einer körperlichen Form oderFigur eine edle Einfalt zu, wenn sie,wie die meisten antiken Vasen oder
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Kruge blos durch ihre Gestalt undsanfte Umrisse angenehm in die Au-gen fallen, ohne daß sie durch aus-geschweifte Zierrathen, durch kühngeschlungene Handgriffe oder darangesetztes Schnitzwerk einen mehrernGrad der Mannigfaltigkeit haben.In einem Gebäude bemerkt man dieedle Einfalt, wenn die ganze Massedesselben eine einzige, untheilbare,wol in die Augen fallende Figur vor-stellt, an welcher außer den wesent-lichen Theilen keine zufällige Zierra-thcn angebracht sind. Von dieserArt ist das Panthcum oder die soge-nannte Roronsa in Rom. In einerRede herrscht eine edle Einfalt, wennmit Wcglassung aller zufälligen Ver-schönerungen nur die dem Zwek desRedners wesentlichen Vorstellungenkräftig und wol vorgetragen werden.In den Sitten und in dem Betra-gen eines Menschen herrscht edle Ein-falt, wenn er in allen Umständennach einem wahren und richtigen Ge-fühl ohne Umschweife den geradestenWeg so wandelt, wie die Natur derSache es mit sich bringt. In ei-nem ganzen System herrscht Einfalt,wenn alles darinn nach einem einzi-gen Grundsatz geschieht oder vorhan-den ist. Es gicbt demnach in denWerken des Gcschmaks eine doppelteEinfalt, nämlich die Einfalt desWesens, und die Einfalt in dem Zu-fälligen. Man kann sich von diesenbcyden Arten der Einfalt einen deut-lichen Begriff machen, wenn mansich zwei) Uhren vorstellt, welchegleich richtig die Zeit anzeigen, de-ren eine aber aus weit weniger we-sentlichen Theilen oder Rädern be-stünde, als die andre. Die die we-nigsten Räder hat, ist einfacher imWesen. Aber auch in den zufälligenGestalten der Theile kann die eineeinfacher feyn, als die andre, jenachdem die wesentliche Theile durchmehr oder weniger kleinere zufalligeTheile verziert sind oder nicht. Dies