548 V. Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.
tigkeit folgt es dem Wasser, womit es befeuchtet wordenist, und steigt mit diefem, gewissermaßen auf eine me-chanische Weise, als höchst lockere und leichte Flocken indie Hohe. So bald aber das Wasserigte verdampft ist,bleibt es feuerbeständig zurück. Sonst schmelzt es in ge-linder Hitze, blähet sich anfangs etwas auf, und fließthernach bemn Glühen ruhig zu einer hellen, durchsichti-gen glasähnlichen Masse, wenn man es in einem silber-nen Löffel schmelzt, im Tiegel aber zu einer milchweißenSubstanz. Es verliert hiedurch fast die Hälfte seinesGewichtes, welches sein Crystallenwasser war, das auchbeym Schmelzen immer etwas vom Sedativsalz mir indie Hohe nimmt. Das geschmolzene und glaöahnlicheScdativsalz laßt sich wieder im Wasser auflösen und wievorher crystallistren. An der Luft wird das Sedativsalz-glas undurchsichtig, und auf der Oberflache mir einemweißen leichten Staube bedeckt. Dies rührt wahrschein-licherwcise von wasserigten Theilen her, welche sich ausder Luft daran hangen. In der Hitze zeigt das Scdatw-salz starke auflösende Kräfte auf die Erden und Steine,selbst auf die kieselartigen, und giebt mit ihnen glasähn-lichc Massen.
H. 891.
Von den Sauren erleidet das Sedativsalz gar keineVeränderung. Mit den kohlensauren Alkalien und Er-den braust die Auflösung desselben nicht in der Kälte, wo!aber in der Hitze auf, und macht jene ncutralsalzig und mit-telsalzig. Mit dem Mineralalkali in einem bestimmtenVerhaltnisse versetzt, bringt es wieder den Zorax hervor,der nach Bergmaii aus o, 17 Mineralalkali, 0, zg, Bo-raxsäure und 0,49 Crystallenwasser bestehet.
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Der Borax ist aber noch nicht ganz mit Boraxfauregesattiget, und also kein vollkommenes Neutralsalz. Da-her