mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 54s
herrühren seine alkalische Eigenschaften (§. 88?.), undsein Vermögen, die fetten Oele in seifenartiqc Gemischezu verwandeln, wenn seine Auflösung im Wasser damitgekocht wird. Der Borax nimmt deswegen auch nochmehr Sedativsalz in sich auf, wenn man dieses in dieheiße Auflösung desselben tragt, und wird endlich damit^u einem vollkommenen Neutralsalze, das den Veilchen-saft und die lackmustinctur nicht ändert, und nicht mehralkalisch schmeckt; aber sich auch nicht mehr, wie vorher,crystallisirt, sondern beymAbrauchen eine klebrigte Masseliefert. Er erfordert dazu etwas mehr als gleiche TheilsBoraxsaure.
§. 8YZ.
Aus den erwähnten Eigenschaften des Sedativsalzes,rvie aus seinem schwach säuerlichen Geschmack, aus seinerWirkung auf blaue Pflanzensafte und aus dcrNcutrali-sirung der Alkalien und Erden durch dasselbe, muß manallerdings folgern, daß es eine eigeneSame sey, die frey-lich von den bisher erwähnten mineralischen Sauren we-sentlich verschieden und so schwach ist, daß sie auf nassemWege in der Kalte nicht einmal die Kohlensaure aus denAlkalien und Erden austreiben kann.
§. 894.
Die Meynungen der Chemisten über die Natur undMischung der Boraxsaure sind seit Entdeckung derselbenimmer sehr verschieden gewesen. Ehe man wußte, daßes auch ohne Schwefelsaure durch andere Sauren ausdem Borax geschieden werden konnte, hielt man es mitHomberg für ein Product aus der Vitriolsaure; aberauch noch nachher hielt es Pott für ein erdigtes Mittel-salz, das aus einer sehr feinen, xhlogistischen Erde undVitriolsaure zusammengeseht sey, und Model für einvitriolsaures Neutralsalz, das ein besonderes Alkali, wel-ches er Alcali rokrattarium nannte, zur Basis habe;
MmZ Melyer,