Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
543
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mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 54Z

raxglas dient als Schmelzungsmittel und Fluß für dieErden und Steine, die es sowol im Tiegel, als vordem Löchrohre auflöst.

§. 88z.

Wir erhalten den Borax in reinen Crystallen (rast-fimrrcii, gereinigten, venedlscdcn Borax) gegen-wärtig im Handel nicht mehr aus Venedig, sondern ausHolland, wo man ihn aus dem Tmkal scheidet. DieserTinkal, (Tincar, Borech, pounxa), der auch roherBorax (borax crucia, nativa) oder Chr^fscolta ge-nannt wird, ist eine ihrem Ursprünge nach nicht ganzbekannte Materie. Eine Sorte kömmt aus Persicn, ingrünlichen, fettig anzufühlenden Stücken, oder in un-durchsichtigen, grünlichgelben Crystallen in sechsseitigenzusammengedrückten Prismen, mit irregulairen Endspit-zen, mir allerlei) fremdartigen, schleimigten und fettigenTheilen vermengt und eingewickelt; eine andere Sorteaus China erscheint in weißen oder wcißgrauen Klum-pen, die weniger fett riechen und mit einem weißen erdig-ten Staube vermengt sind. Alle Sorten des Tinkalssind aber nicht gleich reichhaltig an Borax.

H. 884.

Aus allen Arten des Tinkals kann man durch Aus-laugen mit heißem Wasser, Durchseihen und sorgfaltigesCrystallisiren, Borax in Crystallen und rein erhalten. Ohn-geachtct man in Holland das Verfahren geheim halt, soist doch wahrscheinlich, daß man die Arbeit auf eineahnliche Art vornimmt, und sie bloß durch einige Hand-griffe abkürzt. Die Crystalle des verkauflichen Boraxessind nicht regelmäßig. Bey einigen Sorten Tinkal sollder Zusah des Mineralalkali vorthcilhaft und nöthig seyn.Um die dem Tinkal anhangende Fettigkeit bequem wegzu-bringen, würde das von Hrn. IWteglet? vorgeschlagene

Cal-