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1 (1794)
Entstehung
Seite
530
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5zo V. Abschn. Mineral. Säuren u. ihre Verbind.

bilden einen salzigten Niederschlag. Das Verhalten gc:gen andere Gasartcn ist noch nicht hinlänglich geprüft.Auf das Glas und die Kieselerde wirkt das Gas in dermaßigen Temperatur und Kalte nicht, wol aber, wennes erhitzt wird.

H. 856.

Alle Umstände bringen es zur Gewißheit, daß dasflnßspathsaure Gas Flußspathsäure sey, welche, durch dieAufnahme von Wärmematerie, in den Zustand einerwahren, luftförmigen Flüssigkeit gebracht ist. DasWasser, womit das flußspathsaure Gas in Berührungkömmt, zieht die Basis, die Flußspathsäure daraus in sich,«nd Warmcstoff wird frey. Die Zersetzung des flnß-.spathsaurenGas an der respirabelcn Luft ist wol nicht bloßder Feuchtigkeit der letztern zuzuschreiben, sondern es gehthier ohne Zweifel etwas Achnliches, obgleich in weit min-dern: Grade vor, als bey der Zersetzung des Salpecergasdurch Lebenslust. Die Absetzung der kieseligten Rindeauf das Wasser, wenn das Gas ans gläsernen Gefäßendcstillirt, oder sonst Kieselerde beym Flußspathe war,lehrt uns den sonst kaum glaublichen Satz, daß auch diefeuerbeständige, feste, schwere Kieselerde durch Hülfe die-ser Säure nicht nur verflüchtiget, sondern auch damitin den luftförmigen, elastischen Aggregatzustand versetztwerden könne.

§- 857.

Das in gläsernen Gefäßen entbundene flußspath-saure Gas ist schlechterdings nicht für rein zu halten, we-gen der aufgelösten Kieselerde. Demohngeachtet unter-scheidet sich das Gas in seinem reinen Zustande wesentlichvon dem salzsauren Gas, mit dem es sonst viel Aehnlich-keit hat, dadurch, daß es das Kalkwasser niederschlagt,welches das letztere nicht thut.

H. 858