mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 529
oder keine Saure desselben in den Vorlagen sammlenkönnen. Denn diese wird ebenfalls, wie die Salzsäure,in luftförmiger Gestalt entbunden, und erst vom Wasserhernach eingesogen. Man erhalt daher eine wirkliche blei-bende Luft, das fuißlpathsaurc Gas, das F!ujsspatl?sAas acillum llunricum, Aas lluorlz mine-ralis,
«Li- ilunr-wus, Wenn man die De-
stillation des Flußspaths mit Vitrwlöl 848.), vermit-telst des Queckfilberapparats vornimmt. Herr pristte?ist auch von dieser Luftart der Erfinder.
§. 855-
Das flußspathsanre Gas ist der atmosphärischen luftin den allgemeinen Eigenschaften einer Luft ganz ahnlich;aber, so wie in seiner Mischung, so auch in seinem besondcrnVerhalten, von dieser und allen andern Luftarten ver-schieden. Es wird sogleich zerseht, und in weißgrauenDampf verwandelt, wenn es die atmosphärische Luft be-rührt, zumal wenn diese feucht ist, wobey sich Wärmeerzeugt. Es wird vom Wasser schnell verschluckt; undwenn es aus gläsernen Gefäßen destillier worden war, sobildet sich auf dem Wasser sogleich jene erdigte kieseligteRinde, unter mancherlei) artigen Gestalten, nicht aberwenn es aus einer metallenen Retorte entbunden wird.Das Wasser, welches das Gas eingesogen hat, ist wahreFiußspathsaure. Das Gas ist schwerer als die atmosphä-rische Luft. Es dient mcht zum Verbrennen, sondernlöscht die Flamme auS; ist irrcspwabel und tödret dieThiers schnell. Es besitzt den Geruch der Küchensalz-säure, und den sauren Geschmack; es röthet den Violen-syrnp und die Lackmustinctur. Das Kalkwasser wird so-gleich davon getrübt, auch wenn es aus metallenen Ge-fäßen destillirt worden ist. Ammoniakgas und flußspath-saures Gas verlieren beide, wenn sie zusammenkommen,^gleich unter Erwärmung, ihren luftigen Zustand, undGrens Chemie, i. Th. 5 l bilden