528 V. Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.
H. 852.
Die bey der Destillation der Flußspathsäure ausgläsernen Gefäßen in dem Gewölbe und dem Halse derRerorce befindliche weiße Erde ist nicht ganz reine Kie-selerde, sondern bestehr aus dieser, aus Flußspathsaure,und dem Alkali des Glases. Es ist daher auch keinWunder, daß sie nach Hrn.Achards Versuchen schmelz-bar war. Auch bey dem Niederschlagen der Kieselerdeaus der Flußspathsaure, worin sie aufgelöst ist, durch.Gewächsalkali, ist sie, nach Scheelenv Versuchen, mitfixem Alkali und Flußspathsaure verbunden, und deswe-gen in vielem Wasser auflöslich, im Feuer leichtflüssig,und gicbt endlich bey fortgesetztem Schmelzen ein klaresGlas, das alkalisch ist, und beym Zerfließen oder Auf-lösen im Wasser eine wahre Kieselfeuchtigkeit abgäbt.Nur beym Niederschlagen mit Ammoniak erhält mannach dem Aussüßen die Kieselerde aus der Flußspach-säure rein.
h. 85Z.
Der Rückstand nach der Destillation desFlußspathsmit Vitriolöl (§. L48.) ist ein wahrer Gyps, wenn an-ders Schwefelsäure genug zur Zerlegung des erstem an-gewendet worden ist. Immer aber enthalt er noch etwasweniges Alaun und andere, besonders metallische Zhcile.Der Flußspath bestehet also aus Kälkerde und seiner eige-nen Säure, der Flußspathsäure, die wegen ihrer beson-dern Eigenschaften und Verhaltnisse auch mit Recht eineeigene Grelle unter den Säuren des Mineralreichö ver-dient. Thonerde und metallische Thcile gehören ohneZweifel nicht wesentlich zur Mischung des Flußspathcö.
Flußspalhsaures Gas.
§. 854.
Ohne vorgeschlagenes Wasser würde man durchconccntrirte Schwefelsaure aus dem Flußspathe wenig
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