mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 5 - 5
verunreiniget, welches vermieden werden kann, wennman den Flußspach vorher erst eine Zeitlang calcinirt.
H. 850.
Bey dieser Destillation derFlußspathsäure aus einergläsernen Retorte findet sich nicht nur das vorgeschlageneWasser und das innere Gewölbe und der Hals der Re-torte mit der weißen erdigten Rinde (H. 848.) überzogen,sondern es entsteht auch bey dem Zusätze des Ammoniakszu der durchgeseiheten Säure selbst ein gallertartiger Nie-derschlag, der nach der Absonderung durch ein Filtrumund nach dem Aussüßen mit den erwähnten erdigten Thei«len völlig übereinkömmt, wenn man diese ebenfalls aus-gesüßt hat. Beide haben dann keinen Geschmack, lösensich im Wasser gar nicht auf, und in keiner andern Sau-re, schmelzen für sich allein im Feuer nicht, mit feuer-beständigem Alkali aber zu einem wirklichen Glase. Siesind also eine wahre Aiestlerde. Wenn man die Fluß-spathsäure nochmals für sich allein aus einer gläsernenRetorte destillirt, so zeigen sich wieder dieselben Erschei-nungen; eine erdigte Rinde auf dem vorgeschlagenenWasser, ein solcher Ueberzug in dem innern Gewölbe undHalse der Retorte, und ein.Anfressen dieser Theile.
H. 85t.
Wir verdanken die Entdeckung dieser Säure undihrer Eigenthümlichkeit dem sel. Scheele. Es folgt ausallen Umständen, daß die Flußspathsäure das Vermögenhabe, was keine einzige bis setzt bekannte andere Säurebesitzt, die Kieselerde nicht nur aufzulösen, sondern sie auchmit zu verflüchtigen, und in Dunstgestalt überzuführen;daß ihre Anziehungskraft zu derselben geschwächt werde,wenn sie Wasser in der Vorlage antrifft, und dieselbe daheraufdie Oberfläche des Wassers absetze; und daß die Säure
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