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1 (1794)
Entstehung
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524
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5-4 V. Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.Flußspathsaure.

Auch aus dem feingeriebenen Flußspathe treibt da,zu gegossenes starkes Vitriolö sogleich eine eigene Art vonweißgrauen scharfen Nebeln heraus, die einen Geruchwie Salzsäure haben. Wenn man auf ganz fein ge-stoßenen Flußspath gleiche Theile Vitriolöl in einer glä-sernen Retorte gießt, und nachdem man eine Vorlage,in welche man vorher etwas Wasser geschüttet, und dieFugen mit dem dichtesten Kütte wohl verwahrt hat, dieDestillation im Sandbade bey allmählich verstärktem Feueranstellt, so sammlcn sich diese Nebel in der Vorlage. Sowie sie aber die Oberstäche des Wassers berühren, bildetsich daselbst, und allenthalben, wo die Vorlage inwendigfeucht ist, eine weiße erdlgre Rinde, und die Retorteselbst wird undurchsichtig und angefressen. Sie halt esniemals so lange aus, daß man eine etwas beträchtlicheQuantität der Säure daraus destilliren könnte. DasWasser in der Vorlage erhält die allgemeinen Eigenschaf-ten einer Säure. Diese erhaltene saure Flüssigkeit ist dieFlußspathsaure (4ciäum llnoricum, iluoris lninorsliz,

§. 849-

Die Flußspathsaure besitzt einen Geruch, welcherdem der Salzsäure ungemein ähnlich ist; und auch imGeschmacke zeigt sie viele Ähnlichkeit. Da die wasser-freye oder concentrirte Flußspathsaure eigentlich nur inGasform erscheint, so muß man sich des vorgeschlagenenWassers bedienen, um dies Gas aufzulösen, und deswe-gen kann man sie so wenig, als die Salzsäure, sehr con-centrirt erhalten. Wegen feiner brennbarer Theile, diedem Flußspathe gewöhnlich ankleben, ist die erhalteneFlußspathsaure auch wol mit etwas schwefligter Säure

ver-