mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 52z
daher in dem Wasser der Mittelflasche gemeine Salzsaureund Salpetersäure; die übrige dephlogistisirre Salzsauregeht unzersetzt in die Vorlagen über. Das Königswasserist demnach ein Gemisch aus Salpetersaure und dephlo-gisttsirter Salzsaure.
§. 845-
Es erhellet hieraus, warum es nur wenig Salpeter-saure bedarf, um der Salzsäure die Eigenschaften desKönigswassers zu geben; warum man ein minder wirk-sames Königswasser erhält, wenn man sich, bcy übrigensgleichen Umständen, der phlogistisirten statt der dephlogi-stisirten Salpetersäure bedient; und endlich warum dasKönigswasser eine andere auflösende Kraft hat, undwarum seine Verbindungen mit Körpern andere Resul-tate gewahren, als die Salpetersäure oder die gemeineSalzsäure allein.
§. 846.
Das Königswasser hat einen eigenthümlichcn, star-ken Geruch, und gewöhnlich eine gelbliche Farbe. Esentwickelt im Sonnenlichte Lebenslust. Es bringt, mitWasser zusammengemischt, Warme hervor, und liefertmir den Alkalien und Erden gemischte Neutral- und Mit-telsalze, die Salpetersäure und dcphlogistisirte Salzsaurezu Bestandtheilen haben, und sich nach Maaßgabe ihrerAuflöslichkeit und Crystallisirbarkeit von einander tren-nen lassen.
§. 847.
Sonst verfertiget man das Königswasser zu beson-der« Anwendungen, besonders zur Auslösung gewisserNietalle auch so, daß man Salmiak oder Küchcnsalz inSalpetersäure auflöst.