Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
319
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mit Alkalien, Erden und Brennstoff, z 19

zu langsam; doch ist dieser Fehler nicht so groß, als dercrstere. Uebrigens dehnt sich der gebrannte Gyps bey sei-ner Vereinigung mit dem Wasser in einen größern Raumaus; und nimmt am Gewicht zu, ohne daß er nachheran der Luft diesen Zuwachs wieder ganz verliert. Daßder alte Gypsmörtel durchs Brennen nicht wieder zu ge-branntem Gypse werden könnte, ist unwahr. — DerZusatz des Sandes bcym Gypsmörtel ist unnöthig, daer schon für sich selbst einen festen Zusammenhang erhalt;mehr nützt noch dieBeymischung des gebrannten Kalkes.

H. 4?2.

Im heftigen Feuer, und auch vor dem Löthrohre,fließt der Gyps endlich zu einer Art von Glas; nachHrn. Gerhard aber nicht im Kreidentiegel, sondern nurim Thontiegel. Vor dem Löthrohre mit dephlogistisirterLuft schmelzt er leicht.

§. 4YZ-

Wenn man etwas schwefelsaures Gewachsalkali oderMineralalkali in Kalkwasser auflöst, und die Auflösunghernach abdunstet, so erhalt man Selenitcrystalle. JeneNcurralsalze werden zersetzt, und ihre Alkalien in ätzen-der Gestalt abgeschieden. Die Schwefelsäure muß alsomit den feuerbeständigen Alkalien nicht so nahe verwandtseyn, als mit der Kalkcrde. Uebrigens kömmt uns dieseVerwandtschaft eben nicht zu statten, um aus dem Glau-bersalze das Mineralalkali durch ungelöschten Kalk wohl-feil darzustellen, weil dieser nur nach Maaßgabe seinerAuflösung im Wasser die Schwefelsäure trennt. Koh-lensaurer Kalk scheidet die Schwefelsäure keincsweges vonden fixen Alkalien ab, weil hier zugleich die Anziehungder Kalkerde zur Kohlensaure wirkt.

§. 494.