Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
317
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mit Alkalien, Erden und Brennstoff, z 17

im Fraueneise (§. 485. Anmerk.) oft in ansehnlichenCrnstallen. Diese Crystalle sind eine sechsseitige Säule,die an den Enden zugeschärft ist. Da zwei) gegen einan-der überstehende Seitenflächen oft weit breiter, als dieübrigen vier, und die Zuschärfungen schief aufgesetzt sind,so erhalten die Crystalle dadurch ein rhomboidalischeS An-sehen, oder werden rhomboidalische Tafeln mit abge-stumpften Kanten. Das Frauencis enthält eine ver-schiedene Brenge des Crystallenwassers, und daher rührtauch die größere oder mindere Durchsichtigkeit oder Un-durchsichtigkeit des natürlichen. Nach Bergmann ent-hält das crystallisirte Fraueneis 0,32 bis 0,34 Kalkerde,0,44 bis 0,46 Schwefelsäure, und 0,22 Crystallenwafser.Die Crystalle sind in der Luft beständig; doch äußern frey-lich die gemeinschaftlichen Kräfte der Luft, des Wassersund der Wärme endlich einige zerstörende Wirkungen aufden natürlichen Selenit, in Absicht seiner, von dem Cry-stallenwafser abhängenden, Durchsichtigkeit.

H. 488.

In der Hitze hingegen verliert der Selenit sein Cry-stallenwafser leicht, er wird unter einer Art von Aufwal-len undurchsichtig, wenn er vorher durchsichtig war, undsehr zerreiblich und locker, wenn er Festigkeit lind Härtebesaß. Bringt man ihn schnell in ein starkes Feuer, soverliert er das Wasser unter einem Knistern. Der Gypsoder Selenit, welcher durchs Feuer seines Crystallwassersberaubt worden ist, heißt gebrannt (Zypsum uüum),und an einigen Orten auch Gypekalk oder Sparkalk.Der gebrannte Gyps saugt mit vieler Kraft das Wasser,das man mit ihm vermengt, ein, (wobey er oft einenschwachen Geruch von sich giebt, der dem von faulenEyern ähnlich ist, wovon die Ursach aus dem Folgendenerhellen wird,) und erhärtet damit wieder, durch eineArt von unvollkommener Crystallisation, zu einem stein-harten