516 V. Abschn. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.
Kalkwasser in dem Verhältnis; thut, daß sie mit derKalkerde gesättigt wird, und nach dem Durchseihen dieAuflösung abraucht, oder noch besser unmerklich abdun-sten laßt, so bilden sich kleine, nadelförmige Crnftalle,ohne erheblichen Geschmack, welche Gelenkt, künstli-cher G^ps (ilelemtez, ß^plum), oder nach Berg-mann rltriolstmrer ^alk (cslx vitriolats), sehtschrvefelsäure Balkerdc (Lulx tulplmrica, 8ulpdgzcglcl5, e/s genannt werden. Diese
Verbindung der Schwefelsaure mit der Kalkerde kömmtmit dem natürlichen Gypje übcrein, der sich häufigund in Menge, mehr oder weniger durchsichtig, und inverschiedener Gestalt und Harle findet.
Zu der natürlichen schwefelsauren Kalkerve gehört: (Aar/c«a. a. O. S- 16.)
i) G)-ps.s) Gypscrde.
b) Dichter Gs'ps (Alabaster).
c) Fasrlger Gfps.
s) Frauenels (Gypsspath, MarieneiS, I.sxis sxecukm,Llaciez tUariae, 8tirium pelluciäum).
§. 486.
Der Gyps müßte zwar wegen der Bestandtheile,woraus er zusammengesetzt ist, zu den Mittelsalzen ge-zahlt werden; er erfordert aber an 470 Thcile siedendesWasser zu seiner Auflösung, und mehr als 500 bcy dem50^ der Warme nach dem Fahrenheitischen Thermo-meter; und wir müssen ihn daher, nach unserer oben(§> 289.) gegebenen Erklärung von einem Salze, zuden Erden rechnen (§. zzo.).
§. 487.
Wegen der Schwerauflöslichkeit der schwefelsaurenKalkerde im Wasser können wir sie nur in sehr unbeträcht-lichen Crystallcn barstellen; die Natur liefert sie uns aber
im