ZO6 V. Abschu. Mineral. Sauren u. ihre Verbind.
bequemer, als nach der oben (h. 456.) angeführten Wei-se, erhalten, indem man hier das Verhältnis; der Säurezum Wasser weit sicherer und besser bestimmen kcmii,Gewöhnlich nimmt man einen Theil Vitriolöl zu Vre»oder vier Theilen Wasser. Das Eintröpfeln des Vi-triolöles ins Wasser muß wegen der entstehenden Er-hitzung behutsam geschehen, und man muß nicht umge-kehrt das Wasser ins Vitriolöl gießen, weil sonst allesmit Gewalt umherspritzt. Durch die Verdünnung MWasser verliert das rauchende Vitriolöl alle rauchendeEigenschaft.
Schwefelsaure Neutralsalze. SchwefelsauresGewachsalkali.
§. 468.
Wenn man stark verdünnte Schwefelsaure solangezum aufgelösten Gewachsallati tröpfelt, bis die vollkom-mene Sättigung geschehen ist, so erhalt man daraus cineigenes Neutralsalz, welches in den Officinen vmiolüstrter Weinstein (tarmruz vüriolstuz), im System oberschwefelsaures oder vicrislsimres Gcwacbsalkali(kwtullmum t'nlpllnricum ü vttricilatum, ^lcsli vo-Zstsbile vicrlolatum, Lulplms potakkas, üe ko-
ech/e) genannt wird. Aeltere Simonyma dieses Salzessind: 8ak clo lluolzuz, ^roanum clupIicÄtum, 8al pols-cllrelkum Slnwri. Dies Salz schießt in kleinen, durch-sichtigen Crystallen an, deren Gestalt aber von verschiede-nen Umstanden bcy dem Abrauchen sehr abgeändert wird.Wenn man die Auflösung langsam abraucht, so erhältman sechsseitige Pyramiden, oder kurze sechsseitige Pri-smen , die sich in eine oder zwei) sechsseitige Pyramidenendigen. Durch unmerkliches und freywilliges Abdun-sten an der tust bekömmt man oft zwölfseitige Crvstalle,welche aus zwey sechsseitigen, an ihrer Grundfläche cur