Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
305
Einzelbild herunterladen
 

mit!Alkalien, Erden und Brennstoff. zc?5

nicht zu, um auch andere, darin aufgelöste, feuerbestän-digere, Uneinigkeiten auszuscheiden. Dies wird nur durcheine Recrificirung des Vrrnolöles bewirkt, die mannach Hrn. XVcstrumb am besten fo unternimmt, daßman erst durch Erhitzung des Vitriolöls das rauchendeWesen völlig abscheidet; und dann aus kleinen Retorten(von 18 Unzen), die man zur Hälfte damit anfülle, de-stiliirt. Man legt die Retorte in einen Schmelztiegel,bedeckt sie überall mit Sand, setzt den Tiegel in einengut ziehenden Windofen, so daß er mit dem Schnabelauf der Wand des Ofens ruhet, und legt ohne allen Kütteine Vorlage an. Man destillirt hierauf bei) einem mäßi-gen Feuer, wobey der untere Theil des Tiegels glühet;und hütet sich, durch zu starke Hitze, die Dämpfe zuhänsig zu entwickeln. Bey der Rectisication des Vitriol-öls in großen Retorten werden diese gewöhnlich zer-sprengt.

xvestrumb über die sicherste Art, das Vitriolöl zu rectificiren;

in seinen chem. Abbanvl. Heft. I. S. 149.

h. 466.

Gegen das Wasser hat das Vitriolöl einen großenHang, und es zieht auch an der bloßen Luft die wässerig-ten Theile stark an sich. Daher rührt es auch, daß ge-frornes Virriolöl bey einem und eben demselben Grad derKalte an der freyen Luft nicht gefroren bleibt (§. 461.).Wenn man starkes Vitriolöl ins Wasser tröpfelt, sozischt es, und erhitzt sich gewaltig damit. Diese Er-hitzung läßt sich aus der wechselseitigen Verdichtung derSchwefelsäure und des Wassers erklären. Denn dasGemisch ist allerdings dichter, als es der Berechnung zuFolge seyn sollte.

H. 467.

Durch die Verdünnung des weißen Vitriolöles mitdestillirtem Wasser kann man auch den VitriolspiritusGmu Sbeniie. i.TH. ^