mit Alkalien, Erden und Brennstoff. z-?z
A. 462.
Es ist aber irrig, wenn man hieraus folgert, daßein solches eisartiges lind rauchendes Vitriolöl nur auswenigem Wasser und vielen sauren Salztheilen bestehe,und daß die Crystalle, die es giebk, von dem gewöhnli-chen Vitriolöle nur in der Confistcnz verschieden waren.Die eisartige Beschaffenheit des Vitriolölö rührt vielmehrvo>r einem eigenen, dabei) befindlichen, flüchtigen We-sen her, von welchem auch die rauchende Eigenschaft des-selben abhangt. Durch gelinde Abdampfung geht dieeisartige Beschaffenheit des Vitriolöls verloren; abergewiß wird dadurch nicht seine Stärke vermindert. DasVitriolöl kann also sehr stark und doch nicht crystallinischseyu; obgleich das letztere auch nur bcy einer coucenlrir-ren Säure stattfindet.
^cmpel, über das Gefrieren des sogenannten Vitriolölö; mLreUs Auswahl Oer neuen iLncd. Th> lV. S. 146.
§. 46 z.
Man kann dies flüchtige Wesel? aus dem rau-chenden, starken, Nordhauscr Vitriolöl erhalten, wennman das letztere aus einer gläsernen Retorte im Sand-bade mit einer daran gelegten trockenen, große» Vorlagebehutsam so lange destillirt, als das rückständige Vitriolölnoch Dampfe von sich giebt. Die Fugen der Gefäßebraucht man hiebe» nur mit Papier und Bindfaden zuumwinden. Die Vorlage, die am besten in kaltemWasser oder Schnee liegt, wird bald mit weißen Däm-pfen angefüllt, die sich als glänzende, zarte Fäden, meh-rcntheils sternförmig , an die Wände anlegen. DaSrückständige Vitriolöl hat nun die rauchende Eigenschaftganz verloren , und auch die leichte Gefrierbarkeit, oderdie eisartige Beschaffenheit. Das übergegangene fluch-ttFr Vltrloljalz (lül volstlls vltrioli) hingegen rauchtganz ungemein stark, wenn es die luft berührt; es zer-stießt