mit Alkalien, Erde!', und Brennstoff. 299
fast mir allein aus dem Vitriole (H. 45 g.) durch eine De-stillation; jetzt aber bereitet man sie häufiger und wohl-feiler aus dem Schwefel durchs Verbrennen desselben.Von dieser letztem Gewinnungsart rönnen wir erst in derFolge handeln.
h. 45,W
Wenn man den grünen Vitriol in einem irdenenoder eisernen Gefäße über daö Feuer bringt, so zergehter in seinem Crysiallcnwasser. Durch den Verlust dessel-ben trocknet er immer mehr und mehr aus, und verwan-delt sich endlich unter fleißigem Umrühren in ein weiß-graues (vitriolnm ml allwtlmom cglcir.ntnm), und beyforkgesetztem Brennen in ein gelbes (ml ilgverlinem cal»cinmum), und endlich in ein rothcö Pulver (gck rubö.
«lincm calL.).
456.
Wenn man dies Brennen des Vitriolcs in einerirdenen Retorte vornimmt, so erhalt man daraus bloßesWasser, wenn man jenes nicht weiter als bis zur weißenFarbe treibt. Dies erhaltene Crystallenwasser nannteman sonst rnz oder gbls^ma vürinll. Durch das fortge-setzte Destillircn des bis zur Weiße calcinirten Vitriolcswird die übergehende Feuchtigkeit immer säuerlicher, undzuletzt ziemlich stark sauer, wenn man den Vitriol biszum Nochwcrdcn in der Hitze halt. Die übergegangeneSaure hieß nun Vlrrislspmms (spirituz vitrioli,(schli), und ist eine mit vielem Wasser verdünnte Schwe-felsaure. Wenn man aber die Destillation des bis zurRothe calcinirten, und dadurch von allem überflüssigenWasserichten befreycten, Vitriolcs, in dazu schicklichenGefäßen, bey hinlänglicher Hitze unternimmt, so erbaltman in der Vorlage eine Flüssigkeit, welche höchst sauerund scharf ist, und wegen ihrer Consistenz den unschick-lichen Namen Dimdlöl (oleum vitrioli, cho Dfli) er-hielt.
§- 457-