Druckschrift 
1 (1794)
Entstehung
Seite
287
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mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 2 z 7

H. 4Z4-

Hierauf gründet sich die Zubereitung der reinenfeuerbeständigen Alkalien und der atzenden Laugen, wozuman sich gewöhnlich des gebrannten Kalks bedient. DasVerhältnis;, in welchem man den Kalk zum kohlensaurenfeuerbeständigen Alkali zu fetzen hat, bestimmt man ambesten jedesmal durch Versuche, weil die Quantität derKohlensaure und der Feuchtigkeit in dem angewendetenAlkali größer oder geringer seyn kann. Man löscht zudem Ende erst zwey Theile frischen gebrannten Kalk mitetwas Wasser, daß er zerfallt, setzt einen Theil gereinigtePottasche zu, und gießt noch Wasser nach, daß alles zueinem dünnen Brey werde. Nach dem gehörigen Um-rühren setzt man noch mehreres Wasser hinzu, so daß et-wa im Ganzen z a Theile Wasser verwendet werden, underhitzt alles über dein Feuer unter beständigem Umrühren.Man versucht hierauf etwas von der durch Leinwand ge-seiheten Lauge, ob sie noch mit einer Saure braust, odervielmehr noch das Kalkwasser trübt, in welchem Fall mannoch gelöschten Kalk zusetzen muß. Man seihet dannalles durch weiße Leinwand klar durch, und laugt denRückstand noch mit etwa 8 Theilen kochendem Wasseraus. Diese so bereitete atzende Lauge muß weder mitSauren brausen, noch das Kalkwasser trüben. Beidesist ein Beweis, daß sie noch Kohlensaure enthalt. Abersie muß auch auf der andern Seite nicht vom kohlensau-ren Alkali getrübt werden; denn sonst enthalt sie Kalkerdeaufgelöst, die im Uebermaaß zugesetzt wurde. Wird dieatzende Lauge in einem eisernen Geschirre bis zur Trocknißabgerauchr, im Glühefeuer geschmolzen, und entwederÄuf eine erwärmte Marmorplatte oder in eigenen Formenin kleine Stangen ausgegossen, so erhalt man den schonoben (tz. z-4.) erwähnten alkalischen Aeystem» Daindessen das Alkali schon beym Abrauchen in offenen Ge-fäßen Kohlensäure aus der Atmosphäre einsaugt; so muß

man,