mit Alkalien, Erden und Brennstoff. 279
an, die sich in kurze, vierseitige, pyramidalische Endspitzenendigen. Diese Crystalle enthalten nach Bergmann0 ,32 Crystallenwasser, 0,20 Kohlensaure und 0,48 Ge-wachsalkali. Sie sind an der Luft bestandig, ohne zuzerfließen, oder zu verwittern. Ihr Geschmack ist zwarnoch laugenhaft, und sie wirken auch noch auf die Pflan-zenfarben Z i 1. f.) als Alkalien; aber sie besitzen nichtmehr die Aetzbarkeit, die das reine Laugensalz hat. Sieerfordern beym 50 Gr. Fahrcnheit der Warme 4 5heileWasser zu ihrer Auflösung; vom kochenden Wasser we-niger ; und daher lassen sie sich auch durch Abkühlen cry-stallisiren.
§. 417-
Das durchs Einäschern der Gewächse und durchsAuslaugen der Asche erhaltene Gcwachsalkali, die xrcmeisne Pottasche (Lauere; clgvelluli), hat schon von NaturKohlensaure bey sich, und braust deswegen mit Saurenauf. Die geretMItc Portasche (Lauere; clavellari clö-pur-tti) oder das Vl)elnstcmsalz (8al tartsri, 6 - ri,^)ist daher keinesweges als chemisch reines Gewachsalkalianzusehen. Ihre größere Scharfe und Neigung zumZerfließen an der feuchten Luft rührt eben daher, daß sienoch nicht genug Kohlensaure enthalt, um davon neu-tralisirt zu seun. Diese an der Luft zerflossene, oder nochbesser in drey Theilen dcstillirtcm Wasser aufgelöste, ge-reinigte Pottasche, nennt man auch zerflossenes Wem?stemsalz (Oleum tartgri per ckeliquium, 8al tarrsri perLe Ilgulilum). Man braucht sie oft als kohlensaures Ge-wachsalkali; sie ist aber, wie gesagt, nicht völlig mit Koh-lensaure gesattigt. Durch langes Ausstellen des an derLuft zerflossenen Gewachsalkaiis an der Luft erzeugen sichmanchmal Crystalle des mit Kohlensaure gesattigten Gc-wachsalkali, durch dieAnziehung der Kohlensaure aus derAtmosphäre, dergleichen auch schon stücbn bemerkt hat.
.Lo/tnn aillertltt. pb^iico-clivmicgS) eclit- !6^6.E'.Z8l.
S 4 §» 4-8.