278 V.Abschn.Mineral.Sauren «.ihreVerbind.
Kohlensaure Neurralsalze. KohlensauresGewachsalkali.
§. 414.
Die saure Natur dcrKohlensaure zeigt sich am deut-lichsten durch die Wirklingen auf Alkalien und alkalischeErden. Sie wird von den alkalischen Auflösungen schnellverschluckt, und stumpft die Alkalien ab; doch ist ihreAcidität zu schwach, um denselben ganz die Wirkung aufPflanzenfarben und den alkalischen Geschmack zu beneh-men. Sie brausen nun mit andern flüssigen Saurenauf, die durch ihre stärkere Verwandtschaft zum Alkalidie Kohlensaure daraus entbinden, die sich als kohlensau-res Gas entwickelt. Die durch Kohlensaure mehr Neu-tralismen Alkalien nennt man auch milde Aikalrcri, imGegensatz der reinen oder äyenden (tz. z - z.).
§- 4'5-
Man fülle eine große und starke Flasche mit kohlen-saurem Gas an, schütte etwas von einer concentrirtenLauge des reinen Gewachsalkali hinzu, und lasse sie all-mahlig an den Wanden derselben hin- und herlaufen,wahrend man die Flasche verstopft hat. Das kohlensaureGaS wird hierbey schnell verschluckt, und die Lauge schießtnach einiger Zeit zu Crystallen an. Man kann auf dieseArt nach und nach eine größere Menge von Gewachö-alkali mit Kohlensaure anschwangern, und nachher durchwiederholtes Auflösen im Wasser, und unmerkliches Ab-dunsten zu deutlichem Crystallen bringen.
§. 416.
Dies kohlensaure Gcrvächsalkali (potallirmmcsrbomccim, Larbcmsw potssks?, c/e
sonst anch luftsimres Gcwachsalkali (/ck-wii vexers.knie aLr-ttum, k'owtlmum ser-ztum) genannt, schießtin regelmäßigen, vierseitigen, säulenförmigen Crystallen
an,