Erden. 265
H. ZY4.
Die aus dieser Masse gebildeten Gefäße und Sa-chen werden an der Luft völlig ausgetrocknet, wieder ab-gedrehct, um sie auf der Oberfläche feiner zumachen,und hierauf in Kapseln von feuerfestem weißen Thonemaßig gebrannt, um ihnen einige Festigkeit zu geben.Diese, noch unglasurte, rauhe Waare heißt lZikcuit.Zur Glasur derselben bedient man sich eines leichtflüssi-ger» Gemisches von Erdarten, wie z. B. eines Gemen-ges von Quarz oder Hornfelsstcin, Porzellanscherbenund Gyps, die aber frcylich rein und also eine ungefärbte,vollkommen weiße Glasur geben müssen. Diese Stoffewerben jedes erst für sich fein gemahlen, dann aufs ge-naueste vermengt, und mit einander geschmolzen. Diedaraus entstehende Crystallmasse wird auf besondernMühlen zart gemahlen, und mit einer hinreichendenMenge Wasser angefeuchtet, so daß sie die Consistenzeines dünnflüssigen Milchrahms erhält. Hierin wird dierauhe Waare getaucht, wo sich die Glasurmasse allent-halben auf der Oberflache gleichförmig ansaugt. Nachdem Trock'cnwerden bringt man sie wieder von neuem indie Kapseln oder Casettcn, auf Sand, und brennt sie inder starken Hitze des porzellänofens völlig aus. Manlaßt das Feuer ausgehen, wenn man an den Probestückenerkennt, daß das Porzellan völlig gut gebrannt sey. DieStücke, welche weiß bleiben sollen, sind nun fertig, undwerden von dem unten daran hängenden Sande durchSchleifen befreyet. Gewöhnlich wird übrigens auch nochdas Porzellan mit feinen Malercyen versehen, die auchaus verglaslichen metallischen Kalken bestehen, und ebendieselben sind, wie bcy der Malercy auf SchmelzwerkZ48.), wovon erst im Folgenden noch mehreres vor-kommen kann. Diese Farben werden auf die Glasuraufgetragen, und die Stücke nochmals besonders in einergeringer» Hitze gebrannt, welche bloß vermögend ist, das
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