fein gepocht und gemahlen. Dies zart geriebene Glaswird mit Wasser verdünnt, und in selbigem durch Um-schütteln vertheilt. Die schwach gebrannten Gefäße wer-den nun in dieses Gemenge geraucht; sie saugen das Was-ser in sich, und das Schmelzwerk bleibt auf ihrer Ober-flache sitzen. Sie werden hierauf, wenn man es nöthigfindet, mit den gehörigen Farben (die auch nur ausmetallischen Kalken und schmelzbarem Glase bestehen kön-nen,) bemalt, völlig ausgetrocknet, und in irdenen Kap-seln (Casettcn, Kocker) in dem Ofen zum zweptenmalein einer Hitze gebrannt, welche hinlänglich ist, dasSchmelzwerk oder die Glasur in einen gleichförmigenFluß zu bringen, wobey zugleich die darunter liegendeThonerdc vollends gut brennt.
I. -H. Gottl. von Jusii von den Materien zu dem unächtenPorzellan; in seinen ck^misibcn Schriften, B. I. S. Z21,;Vosc D'Antic oeuvr. Ichm. I. S. 2;8. ff.; BeckmannsTechnologie, S. 258.
§. Z8y.
Das eigentliche Steingut oder Steinpsrzellänwird aus einem Thone gebrannt, der für sich allein oderdurch Zusätze im starken Feuer dahin gebracht werdenkann, daß er zusammensintert, aber nicht verglast oderin Fluß kommt; und nicht sowol mit einer eigentlichenGlasur überzogen, als nur dadurch obenauf glän-zend gemacht, daß man beym Brennen dieses Steinpor-zellans Salz in den Ofen wirft, dessen Dämpfe auf derOberflache des Thons eine Art Von Verglasung bewirken.Das englische weiße Steingut wird aus einem weißen,geschlemmten, getrockneten und fein gesiebten Pfeifen-thone bereitet, den man mit Wasser zu einem dünnenBrey anrührt und mit dem fünften Theile, dem Maaßenach, gebrannten, gemahlenen und fein gesiebten Feuer-steinen genau vermischt, in einem eignen Behaltniß überdem Feuer unter beständigem Umrühren vom Überflüsse
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