Erden. 257
Thone hängt die größere oder geringere Magerkeit dessel-ben ab. Die Schwefelsaure, welche einige als wesentlichim reinen Thone annehmen, kann ich nur für zufallighalten, und muß sie von kiesigten Theilcn des Thonesherleiten. Die eigene Binder de, welche Herr Srsrrin den Thonerden annimmt, ist durch anderweitige Ver-suche nicht bestätiget worden (§. z8i.). Kieselerde,Thonerde und Wasser, sene in dem gehörigen Verhält-nisse und der höchst feinen Zerthcilung, halte ich für diewesentlichen Bestandtheile des Thones. Sollte aber dieKieselerde im Thone wo! eigentlich mir der Thonerde ver-mischt, oder nur innig gemengt seyn? das letztere ist mirwahrscheinlicher.
§- Z85-
Nach der verschiedenen Reinigkeit und der davonabHangenden Schmelzbarkeit oder Unschmelzbarkeir ver-wendet man den Thon zu verschiedenen Arbeiten undDingen im gemeinen Leben. Die schlechtern, besondersgefärbten, Sorten brennt man zu Dachziegeln undBacksteinen, nachdem man sie vorher, um ihr Schwin-den zu verhüten, mit Sand versetzt hat. Das ist ge-wiß, daß reine Thone beym gehörigen Brennen auchfestere und dauerhaftere Ziegel geben würden. Ein ge-wöhnlicher Fehler derselben ist, daß sie zu schwach ge-brannt sind, welches oft wegen der vielen Kalk - undKiestheile des unreinen Thones, und der davon herrühren-den Schmelzbarkeit nothwcndig ist, weil sie sonst verglasenkönnten. Gut ist es, wenn der Thon für die Ziegelhüt»ten erst durch Schlemmen und Ausstellen an die Luft ge-hörig vorbereitet, und dadurch von dem groben Sandund Steinen, und durchs Verwittern der kiesigren Theilevon diesen mehr befreyet, und dann durch Treten undZusammenkneten in eine gleichförmigere Vermengung ge-bracht worden ist. Das Brennen der gestrichenen ZiegelVeens Chemie. r. Th. ^ Und