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1 (1794)
Entstehung
Seite
256
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256 IV. Abschnitt.

liert durch das Brennen nicht allein das Fettige im An-fühlen, sondern laßt sich auch hernach nicht wieder mitWasser zu einer zähen Masse erweichen. Er hat alsovor dem Brennen an der Natur der Thonerde, nachheran der Natur der Kieselerde, den größten Antheil. Ganzreiner Thon kann für sich allein durch unser gewöhnlichesFeuer nicht in Fluß gebracht werden, sondern wird zueiner harten, undurchsichtigen Materie, die sich nichtweiter schmelzen laßt, und beym Daranschlagen einenKlang von sich giebt. Vor dem Löthrohre mit Lebens-lust können aber nach Herrn Ehrmann die reinstenThonartcn dem Flusse endlich nicht widerstehen. Kalk-erde, Talkerde, Gyps, Flußspath, Schwerspath, Eisen-kalk befördern aber im Feuer ihren Fluß, besonders dieersiere. Daher schmelzen auch, nach Hrn. Gerhard,reine Thonartcn im Kreidcntiegcl, die im Thontiegelnicht fließen.

H. Z84.

Ein reiner Thon ist also im gewöhnlichen Feuer fürsich unschmelzbar, und brennt sich auch vollkommen weiß.Gewöhnlich enthalten aber auch die Thone mehr oder we-niger Kalktheile, kiesigte Thcile, Eisenocherrheile undbrennbares Wesen. Daher sind nicht alle Thone un-schmelzbar und ungefärbt. Rührt die Farbe bloß vomBrennbaren her oder vom feinen Oeligten, so vergeht siebeym fortgesetzten Brennen gänzlich; manche Thone, wel-che weiß aussehen, werden erst bey dem Brennen durchdas verkalkte Eisen des feinen Kieses röthlich oder gelb-lich gefärbt. In allen Thonen macht die Thonerde einenBestandtheil aus, und man hat nichts als Thon anzuse-hen, was nicht mit Schefelsäure Alaun giebt. Die Thon-erde beträgt aber in den mchresten Thonerden nur 0,25bis höchstens 0,46 Theile. Von dem größern oder ge-ringem Verhaltniß der Kieselerde zur Thonerde im reinen

Thone