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erhalt sie darin so lange im Glühen, bis etwas davonherausgenommen, nicht mehr mit Sauren braust. Dieseihrer Kohlensaure und ihres Wassers beraubte Talkerdenennt man auch gebrannte 5Nagnes!e (lVIs^nellg csl-cinatg, ulks), und sie ist eigentlich nur als reine Talk-erde anzusehen.
§- Z?r.
Die gebrannte Talkcrde zeigt keine Aetzbarkeit undScharfe, wie dieKalkcrde, und löst sich nicht, wie diese,im Wasser auf; erhitzt sich auch nicht damit. Sic saugtweit langsamer die Feuchtigkeit und Kohlensaure aus derAtmosphäre ein, als die gebrannte Kalkerde. NachHrn. Tmgr^'s Beobachtungen ist sie nach dem Calcini-ren phosphorescirend. Mit Wasser gicbt sie keinen zähenTeig. Die Alkalien lösen sie auf nassem Wege nichtauf. Auf die Lebenslust und das Stickgas hat sie keineWirkimg.
H. 372.
Im Glühcfeuer verliert die Talkerde zwar alles ihranhängende Wasser und die Kohlensäure; aber sie schmelztnicht für sich aliein; und nur vor dem Löthrohre mit Le-benslust floß sie Herrn LLHrmann mit Mühe zu einerglasartigen Masse. Durch starkes Glühen im Fencrschwindet sie sehr; und wenn man die rohe Talkerde ineiniger Menge calcinirt, so verfliegt im Anfange bey derEnrwickelung der Lufrsäure und des Wassers ein Theilderselben zugleich mir; aber nicht weil sie flüchtig ist, son-dern weil sie wegen ihrer feinen Zcrtheilung mechanischmit fortgerissen wird. Hcrr Göttlmg fand an der mitbrennbaren Dingen einem starken und abhaltenden Feuerausgesetzt gewesenen Talkerde eine schöne Crpstallisationauf der Oberfläche, Blätter und kleine Spieße, die mitsehr lebhaften Regenbogenfarben spielten. Mit der Kie-selerde schmelzt sie in der gewöhnlichen Hitze nicht; wol
O. 4 aber