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1 (1794)
Entstehung
Seite
243
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Erden.

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geschlagen, zu dem gewöhnlichen Mörtel aus gelöschtemKalk und Sand noch ein Drittel frischen ungelöschtenund gepulverten Kalk zuzusetzen, der das überflüssigeWasser des erstern sogleich in sich sangt, damit schnellerhärtet, und deswegen auch gleich verbraucht werdenmuß. Sonst empfiehlt er auch noch zu einem sehr festenMörtel einen Theil fein gestoßene Ziegelsteine, zwe» Theilefeinen Flußsand, und so viel gelöschten Kalk mit einanderzu vermengen, daß man beym Gebrauch noch ein Viertelder Summe der beiden erstern Ingredienzen vom unge-löschten und gepulverten Kalke hinzumischen könne. Uebri-genö ist es zurBereitung eines guten Mörtels nöthig,daßder dazu gebrauchte Kalk gehörig gebrannt sey, daß erfrisch gelöscht sey, ehe er noch zerfallen ist, daß, wenn dergelöschte Kalk aufbewahrt werden soll, beym löschen über-flüssig Wasser zugesetzt sey, damit er beym Aufbewahrennicht verharte; daß er nach dem Löschen sorgfaltig vordem Austrocknen und vor dem Einsaugen der Kohlen-saure verwahrt werde, wodurch er nach und nach dieNatur des rohen Kalks wieder erlangen würde; ferner,daß der Sand, der beym Gebranch dazu gesetzt wird,nicht zu fein und nicht zu grob sey, ober auch nicht in zugroßer Menge darunter komme. Es erhellet zugleichans dem Angeführten, warum Mauerwerk, dessenMörtel gefriert, ehe er ganz ausgetrocknet ist, keine Fe-stigkeit erlangt, indem die überflüssigen Wassertheilchenzu Eis werden, dann die Kalktheilchen von einander ent-fernt halten, und folglich das Zusammenbacken derselbenverhindern. Die Figur des Sandes hat auf die Festig-keit des Mörcels ebenfalls Einfluß. Daher verwendetman auch Puzollane und Traß wegen ihrer porösen Be-schaffenheit mit Nutzen zum Mörtel.

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