242 IV. Abschnitt.
Anwendung der Lebensluft; auch mit der Kieselerdevermengt ist sie nach Herrn Acbard nicht in Flußzu bringen. Mit den feuerbeständigen Alkalien hin-gegen, besonders mit dem mineralischen, fließt sie inder Hitze zu einer 'Art von Glas, doch schwerer alsdie Kieselerde.
Ackavv Versuche über die Verglasimg der mit den andern Er-den auf alle mögliche Art verbundenen und in verschiedenenund bekannten Verhältnissen vermischten Kieselerde; i» seiner ^Samml. pkss'f. uns ckem. Abk. B. >- S. z?y. Ebenders»über die Verglasung der mit Sahen in verschiedenen Ver-hältnissen gemischten Kalkcrde; ebenvas S. 444.
§. Z67.
Die Anwendung der gebrannten und gelöschten Kalk-erde zum Mörrel (Laemontum) hangt von ihrer Fähig- ^keit ab, das Wasser zu binden, und mit den kieselartigenSteinen stark zusammenzuhängen. Man bereitet diesenMörtel so, daß man den zu einem Teige gemachten ge-löschten Kalk mit nicht zu feinem Sande sorgfaltig ver-mengt. Er verhärtet erst nach dem völligen Austrocknengehörig. Der Kalk kann nemlich nur eine bestimmte >Menge Wasser in sich nehmen und binden; so lange ernun noch eure überflüssige Menge davon enthalt, so istauch dadurch seine Consistenz noch weich, und er laßtsich durch Wasser wieder abspähten. Wenn aber diesüberflüssige Wasser verdunstet ist, so erleidet der Kalkeine Art von Crystallisation, wird durch die allmahligeAufnahme der Kohlensaure wieder zum rohen Kalk, undverhärtet nun mit der Kieselerde zu einer steinhartenTrasse. Man sieht hieraus, daß der Kalkmörtel zumWasserbau untauglich ist, wenn er mit dem Wasser wie-der in Berührung kömmt, ehe er völlig ausgetrocknet undalso völlig verhärtet ist. L.orior hat eben deswegen mitGrunde zum wasserfesten Mörtel bcym Wasserbau bor-ge-