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IV. Abschnitt.
laßt, bis sich alle Kohlensaure aus der Kalkerde entwickelthat, so findet mau diese betrachtlich verändert. Siehat ncmlich einen beträchtlichen Thcil ihres vorigen Ge-wichts verloren, ist undurchsichtig, wenn sie vorherdurchsichtig, oder durchscheinend war; sie löst sich nunin den Sauren, ohne Aufbrausen, und mit beträchtlicherErhitzung und Aufwallung auf lind hat einen sehr schar-fen und brennenden Geschmack. Sie heißt jetzt ge-branmcr, lebendiger oder ungelöjcbter 2xalk (ealxviva, ch'v.), und in diesem Zustande ist sie reineAalfierde.
H. Z57-
Wenn man auf den gebrannten Kalk etwas Wassergießt, so dringt dasselbe mit einem Gezische in jenen hin-ein, er zerspaltet, schwillt mit sehr starker Erhitzung auf,und zerfallt zu einem feinen Brey oder Teig, welcher ge?löfchrer AalkGalx extinKa) geneunt wird. Gießt mannachher Wasser in genügsamer Menge hinzu, so löst ersich, wenn er rein und gut gebrannt ist, völlig in demWasser auf, obgleich nur in sehr geringer Menge, in-dem 68e> Theile siedendes Wasser zu einem Thcile Kalkerforderlich sind. Diese Auflösung heißt Aalkwasser(agaa calcis, ^chssz).
§- Z53-
Alan gießt dies Kalkwasser von dem nicht aufge-lösten, gelöschten Kalke sogleich ab, als es sich gesetzt hat.Es ist dann völlig durchsichtig und farbcnlos, und hateinen eigenen, scharfen, schrumpfenden und alkalischenGeschmack; es färbt den Veilchensaft grün; es machtdie rothe Farbe des Fernambuks bläulich, und die gelbeder Curcuma braun. Durch Destillation des Kalkwas-serS erhält mau reines Wasser, und die Kalkcrde bleibtrein zurück. Es gehört aber das Glühefeuer dazu, ihrden letzten Ancheil Wasser zu entziehen.
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