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1 (1794)
Entstehung
Seite
236
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IV. Abschnitt.

vier bis achtmal so vielem Wasser gemacht ist, so erlangtsie durch zugesetzte Saure das Ansehen einer Gallertc,welches sie auch, selbst beym Nuhigstehen, in verschlosse-nen Gefäßen, behält. Die abgeschiedene Erde nimmtaufdieseArt in der Flüssigkeit wol einen zwölfmal größernRaum ein, als sie hernach beym Austrocknen erhalt. Istaber die Kieselfcuchtigkcit mit 24 Theileu Wasser berei-tet worden, so kommt durch zugesetzte Sälire gar keinsichtbarer Niederschlag zum Vorschein, sondern die Theileder abgeschiedenen Kieselerde bleiben in der Flüssigkeit sohöchst fein zertheilt hängen, daß sie die Klarheit nichtmindern, und mit durchs Filtrum gehen. Wenn aberdie Flüssigkeit durchs Abrauchen in die Enge gebrachtwird, so wird der Niederschlag sichtbar. 'Auch die Koh-

lensaure kann die Kieselerde vom Alkali in derfelfeuchtigkeit abscheiden, wenn man sie zumischt, odermit Kohlensäure gesättigtes Wasser dazu bringt. Auseben dieser Ursach wird die Kieselfeuchtigkeit auch mit derZeit an der bloßen kuft trübe.

§- 354-

Die Kieselfeuchtigkeit dient auch, um die Kieselerdersitt darzustellen, wie wir sie in der Narur nicht antref-fen (§. ZZ9-). Man setzt nemlich zu der aus reinenKieseiarteu bereiteten, in destlliirtcm Wasser aufgelöstenKieselfeuchtigkeit eine starke Saure, und zwar im Ucber-maaß, am besten Salzsäure, digerirt den Niederschlagin der Wärme, damit sich die überschüssige, mit nieder-geschlagene, fremde Erde auflöse, seihet alles nach gehöri-ger Verdünnung mit destillirtem Wasser durch, süßt siedamit aus, und trocknet sie. Das spccifische Gewichtdieser getrockneten, reinen Kieselerde ist 1,975.

a. a. O.