Erde n. 229
empfängt, und einem Backofen gleicht, der sein Mund-loch unmittelbar über dem Heerde hat, unter beständi-gem Umrühren nackt und nach gebrannt und ausgeglühet.Die so gebrannte Fritte wird nun in starken Gefäßen oderGiashafen, die aus reinem feuerfestem Thone, mit ebendergleichen gehemmtem und gröblich gestoßenem ver-mengt, bereitet werden, in dem Giasofen, (XDerkofeii,Schmelzofen,) in der dazu erforderlichen ansehnlichenHitze geschmolzen. Dieser Ofen bestehet aus einem Ge-wölbe, in welchem Oeffnungen (Arbcirslöcher, Mund?lochcr, Fenster,) angebracht sind, unter denen sich in-wendig im Ofen ciit Gesimse oder ein Norsprung (dieBarste) befindet, auf welchem die Glashäfen stehen, diedurch das, hernach zu vermaurendc, TwZclloch einge-setzt werden. In der Mitte des Ofens unter dem Ge-esimse liegt der aus eisernen Stäben bestehende Rost, zuwelchem das Schür loch führt, worunter eine Grubeangebracht ist, die zum Aschcnheerde und zum luftzugedient. Dieser Ofen muß wegen der beträchtlichen Hitze,die man darin unterhalten muß, aus guten, feuerfestenSteinen gebauet seyn. Das Flammsnfeuer des auf demRoste liegenden Brennmaterials spielt wegen der Bauartdes Ofens in dem Innern desselben mit großer Wirksam-keit herum. Die geschmolzene Glasmasse wird so langeim Feuer unterhalten, bis sie gleichartig und dünne ge-nug fließt, und die herausgenommenen Glaötropfen keineBlasen mehr zeigen, wozu mehrere Stunden erfordertwerden. Wenn das zum Glassatze genommene alkalischeSalz nicht ganz rein war, so sondert sich obenauf einSchaum ab, der beym Erkalten zu einer festen Masseerstarrt, und sorgfältig abgenommen werden muß, weiler sonst Knoten oder unverglaste Körner im Glase ver-ursacht. Diese, aus den, nicht mit in Verglasung über-gehenden, mehrentheils salzigtcn, Theilen entstehende, so-genannte <VlKi?Zalle (^xungis, ks! vitri)/ ist wegen
P z der