218 III. Abschn. Von den Salzen im Allgemeinen
N e u t r a l s a l z e.
§. Z24.
Die ?llkalien zeigen gegen die Säuren sehr großeVerwandtschaft, und treten damit zu neuen Körperartenvon ganz andern Eigenschaften und Verhaltnissen zusam-men. Durch die Verbindung mit denselben verlierennicht nur sie ihren eigenthümlichen, sondern auch dieSauren ihren sauren Geschmack, und beide nehmen nunnach ihrer Vereinigung einen eigenen Geschmack an.Beide vernichten gleichsam einander in ihren vorigen Ei-genschaften durch ihre Verbindung, und das Gemischhat auch, wenn das Verhalrniß von beiden gehörig ge-troffen worden ist, nicht mehr die vorige Einwirkung aufdie vorher angeführten Pflanzcnfarben; es wirkt nemlichnicht mehr als Saure, noch als Alkali, sondern bringtvielmehr gar keine wesentliche Veränderung der Farbehervor. Aus dieser Verbindung entspringt jetzt ein neueszusammengesetztes Salz, das nicht mehr Saure, nochAlkali ist, sondern beiden zusammen sein Dasepn zu ver-danken hat. Man nennt dasselbe ein Nemraljalz (Mneukrnm, enixum, tallnm, ^), und diese Neutral-salze machen eine fernere, sehr wichtige und merkwürdigeClasse unter den Salzen aus.
h- Z-5.
Bey diesen Verbindungen der Sauren und Alkalienunter einander findet eine gewisse Granze statt, wenn sieNeutralsalze so werden sollen, daß weder die Saure, nochdas Alkali das Uebergcwicht habe, welche man den Sät?tlZMIISPUNct (pcmQum laturationiz) nennt. DieserSattigungspunct, oder das rechte Verhaltniß, in wel-chem man die Sauren und das Alkali mir einander zuversetzen hat, laßt sich nur durch Versuche jedesmal fin-den. Um thn auszumitteln bedient man sich der vorher
auge-