und den Alkalien insbesondere» 219
angeführten Pflanzensäfte. Denn ein wahres Neutral-salz, das völlig gesattigt ist, macht den Violensyrup we-der roth noch grün, die Lackmustinctur nicht roth, dasmit schwacher Saure roth gefärbte iackmuspapier undFernambnkpapier nicht blau, und die gelbe Farbe derCurcumawurzel nicht braun.
§. Z26.
Außer den oben zoz. zio.) angeführten Kenn-zeichen einer Säure und eines Alkali gehört also noch dasdahin, daß sie sich zusammen Neutralismen. Gewisser-maßen kann man sich daher auch ein Alkali, als einenAntagonisten der Säure von salzigter Beschaffenheit, undumgekehrt, vorstellen.
§- Z27.
Jede Säure gicbt mit jedem der drey Alkalien(h. g l z.) eine eigene Art von Neutralsalz, und eben dar-in beruhet noch ein wichtiger Unterschied, außer den schonangezeigten, sowol unter den Alkalien selbst, als auch unterden Säuren. Denn nur diejenige Säure hat man voneiner andern als wesentlich verschieden zu betrachten,welche mit eben dem Alkali ein Neutralsalz bildet, daswesentlich von dem verschieden ist, welches diese damitgicbt. Die Anzahl der unterschiedenen Neutralsalze läßtsich bestimmen, wenn man die Anzahl der bekanntenSäuren nnt den drcycn Alkalien multiplicirt.
H. 328.
Die verschiedenen Neutralsalze un-terscheiden sichlinter einander sehr merklich in ihrem Gcschmacke, inihrer Auflösbarkeit im Wasser, in ihrer Crystallenge-stalr, in ihrer Fcuerbeständigkeir und Flüchtigkeit, undin ihrem Verhalten gegen andere Körper. Einige sind
schwer-