und den Alkalien insbesondere. ck 15
klcine gläserne Retorte mit einem langen Halse; manbringe die Mündung der Retorte unter den Trichter dermit Quecksilber gefüllten Wanne des pneumatischen Ap-parats, lege die Retorte in ein Sandbad, und erhitze siegelinde durch Lampenftuer. Zuerst tritt die Luft der Ge-fäße hervor, und hernach folgt das eigene Gas, dessenErfinder ebenfalls pricsilcy ist, und das den sehr schick-lichen Namen Ammoniakgas (Las ammnickscals, 6/»führt, sonst aber auch flüchtig alkalmtsfches Gas »Icalinum, voisuls), urmöft L.ufe(ad'r urinotuz) genannt wird. Man endigt die Destilla-tion, wenn wasscrigte Dampft überzugehen anfangen,zu deren Absonderung man auch sehr nützlich eine Mit-kelflasche mit dem Apparat verbindet.
§. 520.
Dieses Ammoniakgas hat alle Eigenschaften einerluftförmigen Flüssigkeit, und wird weder durch Zusam-mendrückung, noch durch Kalte aus feiner elastischenForm gebracht. Es besitzt einen durchdringenden, fasterstickenden Geruch, der in allem mit dem Geruch desatzenden Salmiakspiritus übereinkömmt; und einen ganzahnlichen scharfen, atzenden urinösen Geschmack. Esmacht den Violensyrup sogleich grün, das angefeuchteteCurcumapapicr braun, und das Fernambukpapier violett.Es wird vom Wasser augenblicklich und ganzlich ver-schluckt und aufgelöst, wobey sich Warme erzeugt. Dasdcstillirte Wasser wird, wenn es damit gesättigt ist, dematzenden Salmiakspiritus vollkommen ahnlich. Mankann deswegen das Wasser schlechterdings nicht zu seinerSperrung brauchen. Eis schmelzt in demselben ebenfallssehr schnell, und wird dann auch zu Salmiakspiritus.Hieben erzeugt sich Kalte. Es ist irrcspirabcl und Thiererödtend. Es dient nicht zm Unterhaltung des Feuers,so lang? die respirabcle Luft von ihm ausgeschlossen bleibt.
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