2OO Ill.Abschn. Von den Salzen im Allgemeinen
chcn fortsetzen, oder bis zum Satrigungspunct in derHitze, weil bcym Abkühlen alles auf einmal gerinnen, undeine unregelmäßige Masse geben kann. Es ist also beymCrystallisiren jedesmal die Auflösbarkeit eines Salzes imkalten und heißen Wasser zu erwägen.
§. 295.
Um diese Arbeit gehörig zu verrichten, muß manüberhaupt die Salzsolutioncn von allen darin befindlichenUnreinigkeiren vermittelst des Durchseihens, Abschaumcns ^oder Abhellens befreycn, und bey Salzen, die aus ihrerwasserigten Auflösung durchs Abrauchcn erhalten werden,dasselbe nur gelinde verrichten. Das entstehende Salz-hautchen wird nun entweder weggenommen, oder nieder-gestoßen, da es das fernere Abrauchen hemmen oder ver-zögern würde, wenn man die Mischung nicht zum Auf-wallen bringen wollte, das aber nicht immer rathsam ist. !Am besten erhalt man die Crystalle dieser Salze, und inihrer größten Vollkommenheit, durch das unmcrklicheAb-dunsten an der Luft oder in sehr gelinder Warme.
§. 296.
Salzauflösungen, welche durchs Abkühlen anschießen isollen, werden, wenn sie nicht schon in der Hitze gcsatti-get sind, entweder, wie bey schwerauflöslichcn Salzen,bis zum Hautchen, oder nur so weit gelinde abgeraucht,bis ein Tropfen davon, auf einen kalten Stein getröpfelt,bald anschießt. Man stellt die reinen Auflösungen inschicklichen Gefäßen, leicht zugedeckt, an einem kaltenOrt ruhig hin, und laßt den Crystallcn Zeit, sich zu bil-den. Im Großen legt man auch wol Hölzer in dieSalz-solution, oder hangt Faden hinein, an welche sich dieCrystalle anhangen. Ucberciltes und zu weit getriebenesAbrauchen gicbt niemals schöne Crystalle. Diese werdenauch immer um desto schöner und größer, je größer die
Menge