Allgemeiner verbreitete einfachere Stoffe. 18 ?
H. 275.
Da das Wasser auch nach oft wiederholten und be-hutsam angestellten Destillationen, aus reinen gläsernenGefäßen, immer etwas Erde absetzt und zurücklaßt, wennman es völlig abdunstet, so wollte man daraus schließen,daß sich das Wasser selbst ganz in Erde verwandeln lasse.Schon einige ältere Philosophen, wic Thalcs von Milet,behaupteten die Entstehung der Erde aus dem Wasser.Durch Versuche mir dem Wachsen der Pflanzen bloßvermittelst des Wassers, zumal des reinem, welche be-sonders van -Hclmone, Äovle und Ellcr anstellten;durch Ausscheidung einer wirklichen Erde bey wiederholterDestillation des Wassers, die Borrichtus, Bo^le, Gcosfroy, TNallerlus, MIer, Marggraf, u. a. Hervorbrach-ren ; und endlich durch die Absetzung dieser Erde aus demgeriebenen Wasser, welche die beiden letztern Chemistenwahrnahmen, suchte man diese Meinung von der Ver-wandlung des Wassers in Erde zu bestätigen, welche abervon andern, wie schon von Locrhave, und nachher vonporc als eine unrichtige Folgerung aus obigen Versu-chen angesehen wurde; bis endlich in den neuesten ZeitenHerr L.avc>tster, Scbcclc, Fonrana, und Herr vonDalberg durch Versuche darrhaten, daß die beym De-stillircn lind beym Reiben des Wassers zum Vorscheingekommene Erde entweder ans dem Wasser ausgeschiedensei), oder von den gläsernen Gefäßen, worin man dieDestillation vornahm, herrühre. Die über das Wachsender Pflanzen im Wasser, angestellte Versuche, beweisendie Wasservcrwandlung noch nicht, da das Wasser selbst,als Wasser, einen vorzüglichen Bestandtheil der Pflanzenausmacht, und da die Pflanzen auch aus der Luft ihreNahrung und ihren Wachsthum zugleich mit erhalten, lindaus ihr hauptsächlich ihre ponderabeln Theile bekommen.
Aavoisiers Abhandlung von der Beschaffenheit des Wassers undden Versuchen, durch welche man die Möglichkeit seiner
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