l82 !I. Abschnitt.
ter Luft und der Ulisichtbarkeit desselben in warmer; dassogenannte Schwitzen oder Anlaufen kalter Korper infeuchten und heißen Zimmern ; das Schwitzen der Fen-ster in diesen Zimmern, wenn die äußere Luft kalter ist,als die innere; das Beschlagen der Gebäude beym Tau-wetter nach anhaltendem Froste; das Beschlagen der.Glocke der Luftpumpe bcy Wiederhiuzulassung der Luftnach vorhergegangener Verdünnung.
§- 271.
Die Atmosphäre ist nie vom Wasserdunste frey; undda ihr Druck und ihre Temperatur beständig Abwechselun-gen unterworfen ist, so geschehen immer bald Zersetzun-gen, bald neue Bildungen des Wasserdampfs darin;.und well nur die Basis des Wasserdampfs im liquidenZustande feuchtmachend ist, nicht aber der reine elastischeDunst des Wassers, so erleidet die Luft auch solcherge-stalt Abwechselungen von Feuchtigkeit und Trockniß, undkann ohngeachtet des Daseyns des Dunstes, und sehr vie-len Dunstes vom Wasser, doch trocken erscheinen. Nurdann, wenn ein Theil des Wasserdampfs durch Abküh-lung oder Zusammendrückung zersetzt wird, entstehtFeuchtigkeit im Dampf durch die jetzt abgeschiedene wasse-rige Basis.
§- 272.
Das Wasser ist auch vermögend, durch die Ver-bindung mit andern Körpern, in den Zustand der Fe-stigkeit und der mehrern Feuerbeständigkeit überzugehen,wie das Crystallisationswasser einiger Salze und Erdenzeigt, welches die Siedhitze aushält, ohne verflüchtigetzu werden. Sonst ist das Wasser ein Auflösungsmittelfür eine sehr große Anzahl von Körpern. Für die Salzeist es das eigentliche Menstruum; und wenn es von ei-nem Salze gesattiget worden ist, so kann es doch noch et-was