Allgemeiner verbreitete einfachere Stoffe. 177
bcnsluft, der nicht zum Verbrennen der Kehle mit ange-wendet wurde, weil ihn jenes erzeugte Gas zuletzt daranhinderte. Der verbrannte Anrheil Kohle ist in Ascheverwandelt. Hat man nun die Kohle Vor dem Verbren-nen gewogen, und war sie frey von Feuchtigkeit, sowiegt der Rückstand der Kohle nach den» Verbrennen mitder gebildeten Gasart, die die atzende Lange verschluckte,zusammen so viel, als die Kohle vor dem Verbrennenund der Anthcil der zersetzten Lebensluft zusammen wo-gen; oder die gebildete Gasart, welche nachher von deratzenden Lauge Verschluckt wird, wiegt so viel, als der zer-setzte Antheil der Lebenslust und der Kohle zusammen be-trug. Nach Herrn L.cwcüsicr's genauer Bestimmungverzehren 28 Theile Kohle etwa 72 Theile Lebenslust(dem Gewicht nach); und es bilden sich daraus zusam-men loa Theile der Gasart, die bey diesem Prozeß vonder atzenden Lauge verschluckt wird.
A.ar>oisice über die Bildung der festen Luft der Kreideusäureoder besser der Kohlensäure, aus den
1781. S. 448. ff. übersetzt in Lrells cftem. Annal»1788. B-1- S. 552. und B. 11. S. 55. ff.
traue elemeut. S. 67. ff.
§. 261.
Diese hier gebildete Gaöart, die sich von dem Stick-gas durch ihre Auflöslichkeic im kalten Wasser, und durchihre säuerliche Beschaffenheit sehr wesentlich unterscheidet,kömmt auch bey dem Verbrennen aller organischen Pro-ducte, wie z. B. des Wachses, desOeles, dcsHarzcs, zumVorschein, und zwar sowol bey dem Verbrennen in reinerLebenslust, als in atmosphärischer Luft. Wenn man alsostatt des Phosphors in dem oben (§. 2z6.) angeführtenProzeß eine Wachskerze verbrennt, so ist der Rückstandder Luft nicht bloß Stickgas, sondern auch mit diesemjetzt erwähnten Gas vermischt.
GrenS Chemie. I. Tl>. M §-262.