154 II. Abschnitt.
ableiten zu wollen, weil sie oft zusammen verbunden sind.Wirkungen, die von einander so verschieden sind, alsErhitzen und leuchten, die sogar nur von verschiedenenSmnen empfunden werden können; die nicht aufhören,ihre eigenthümliche Wirkungsart zu außer», wenn sieauch nicht in Verbindung mit einander sind; die häufiggenug in der Natur von einander abgesondert, und ohneVerbindung mit einander angetroffen werden; diese ver-schiedenen Wirkungen müssen aucb nothwendig von ver-schiedenen Ursachen herrühren. Wenn aber eine großeIntensität des freuen Wärmestoffs auch zugleich die Wir-kung des leuchtens hervorbrachte, so müßte doch wol,nach einer ganz natürlichen Folge, bey jedem Leuchten eine !hohe Temperatur zugegen seyn; dagegen aber spricht die IErfahrung. Kochendes Wasser leuchtet nicht, und derleuchtende Phosphor hat bey weitem nicht die Tempera-tur des kochenden Wassers.
H. 226.
Mehrere Erfahrungssätze, besonders in der lehrevon den Farben der Körper, berechtigen zu dem Schlüsse,daß das freye und bewegte Licht von den Körpern einge-sogen, und durch die Verwandtschaft und Adhäsion da-mit so aufgenommen werden könne, daß es alle seineStrahlung verliere, und seine Expansivkraft ruhend ge-macht werde, und solchergestalt nicht mehr fähig sey, daöOrgan des Gesichts zu rühren. Die Nothwcndigkeit desLichts zum Gedeihen der Gewächse, die Fähigkeit allerKörper der organischen Reiche, und aller nähern Bestand-theile derselben, und die der mchresten Körper des unor-ganischen Reichs, licht bey ihrem Verbrennen zu entwi-ckeln; die Nothwendigkeit des Lichts zur Bildung dermehrcsten luftförmigcn Stoffe, und die Veränderung derEigenschaften und Verhältnisse mehrerer Körper durchKloßes Licht, nicht aber durch dunkele Wärme, beweisen,
daß