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II. Abschnitt»
201.
Wenn also ein Körper in cinerley Zeit eben so vielefreye Warmetheilchen ausstrahlt, als er empfangt, undumgekehrt, so ist seine Temperatur daurcnd. Wenn ermehr empfangt, als er ausströmt, ohne diese empfange-nen Wärmetheilchcn in ihrer Eppansivkrast zu modifici-ren, so nimmt seine Temperatur zu, oder er wird erhitzt.Wenn er hingegen mehr ausstrahlt, als er empfangt, sonimmt seine Temperatur ab, oder er wird erkaltet. DieErhitzung oder Erkaltung eines Körpers ist also nur dieDifferenz dieser ein- oder ausströmenden Warmetheilchen.
202.
Wenn die Theilchen des Wärmefluidums durch an-dere Substanzen keine Modisicarion ihrer Erpansivkraft,und daher ihrer Wärmeäußerung, erlitten, so würde ausder Natur des Warmestoffs selbst folgen, daß bey glei-chen Temperaturen der Körper die absoluten Quantitätendesselben sich verhalten müßten , wie die Zwischenräumeder Körper, die die Warmetheilchen aufnehmen. Denn,wenn gleiche Temperaturen gleiche Dichtigkeiten der strah-lenden Wärmematerie voraussetzen (H. 197.), so müß-ten die Zwischenräume in Körpern von gleicher Tempera-rur von gleich dichtem Wärmestoff durchströmt werden;und bey gleicher Temperatur müßten also gleich viel undgleich große Zwischenräume gleiche Quantitäten des frcyenWarmesioffs enthalten. Es würde hieraus folgen, daßbey gleichen Temperaturen und Volumen zwcyer Körperdie absoluten Quantitäten der Warmetheilchen sich um-gekehrt verhielten, wie die wahren Dichtigkeiten dieserKörper. Da wir aber die wahren Dichtigkeiten derKör-per nicht zu bestimmen im Stande sind, und die Ver-haltnisse der cigenthümlichen Gewichte noch gar nicht dieVerhältnisse der erster:: und, so sieht man leicht, daß dieQuantitäten des freye:: Wärmestoffs in zwcy Körpern
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