zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 115
Retorten, die man ins fteye Feuer stellt. An die Mün-dung der Retorte kütter man eine mehrere Fuß langeblecherne Röhre, deren unteres Ende man unter denTrichter der Wanne steckt. Wenn sich aber dabei) zu-gleich solche Dampfe erheben können, die das Metall an-greifen würden, so muß man irdene gebrannte oder glä-serne Röhren von einer ahnlichen Einrichtung vorlegen.Vorzüglich bequem sind gläserne Tubulatrerorten, welchemit einem langen, am untern Ende nach oben gekrümm-ten, Halse versehen sind. Zuweilen dient auch ein Flin-tenlauf, dessen Zündloch gehörig zugemacht ist. Manbringt die zu destillirenden Stoffe in das zugemachte En-de des laufes, legt dies ins frcye Feuer, und die Mün-dung desselben unter den Trichter der Wanne. -Oftbraucht man auch kleine Retorten aus grünem Glase miteinem längern Halse, als gewöhnlich, dessen Mündungman gleich unter den Trichter der Wanne treten läßt,und wobcy man also der Verküttung der Fugen ganzüberhoben ist.
161.
Wenn bey der Destillation der luftarten zu gleicherZeit auch tropfbare Flüssigkeiten mit gesammlet werdensollen, so dienk die sogenannte NArrelf^aZche, oder auchder schon oben (§. 155.) erwähnte Lavoisiersche Dcstillir-apparat. Wenn nach Endigung der Destillation die Luftder Retorte sich wieder abkühlt, oder sonst absorbirr wird,so kann es kommen, daß der Druck der äußern luft dieFlüssigkeit der Wanne in das Destillirgefäß zurückdrückt,und dieses dadurch zum Zersprengen gebracht wird. Umdies zu verhüten, muß man entweder die Mündung derRöhre aus der Wanne herausnehmen, oder dieTubuli-rung der Retorte öffnen, oder die sogenannte Stehersheirsröhrc (lAbs lls lurete) ") angebracht haben.
5) a. a. O. S. 454. IV. il^. 1.
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