ii4 !. Abschnitt. Nöthige Vorkenntnisse
von verzinnten! Kupfer, zwei) bis drei) Fuß lang, einenbis anderthalb Fuß tief und breit. Drcy bis vier Zollunter dem obcrn Rande ist ein Gesimse waagerecht so an-gebracht, daß es ohngefahr den dritten oder vierten Theilder Flache der Wanne ausmacht. Vorne besindct sich indem Gesimse eine Reihe Locher, die bis -5 Zoll im Durch-messer haben, und in welchen unterwärts kurzröhrigteTrichter so befestigt sind, daß ihre weitere Mündung demBoden der Wanne zugekehrt ist. Die Wanne selbstwird mit Wasser so weit angefüllt, daß das Gesimse ei-nige Zolle hoch davon bedeckt ist. Dies Gesimse dientnun, um die ebenfalls mit Wasser gefüllten Vorlagenauf die Löcher zu stellen, durch welche vermittelst der Trich-ter die Luftblasen hernach in jene geleitet werden sollen.
§- 7 59-
Da aber einige Luftartcn vom Wasser sogleich ver-schluckt werden, so ist jene Vorrichtung nicht anwendbar,um dieselben dadurch zu sammlen. Am bequemsten schicktsich in diesem Fall das.Quecksilber. Der Preiß und dasgroße eigenthümliche Gewicht desselben verursacht aber,daß man diesen GmccWberapparar, dessen Einrich-tung im Grunde dem vorigen im Wesentlichen ähnlich ist,weit kleiner machen muß. Zur Wanne, in welcher sichdas Quecksilber befindet, dienet entweder recht dicht zu-sammengefügtes Holz oder Eisenblech.
Grcn's Beschreibung eines O.ucckfilberapparats; im Journ, derphyst B. I. S. 201.
§. l6o.
Zur Entbindung der Luftarten selbst, die man durchDestillationen oder Auflösungen gewisser Stoffe erhalt,dienen entweder gemeine oder besser tubulirte gläserneRetorten, die man ins Sandbad einlegt, oder, wennstärkere Hihe nöthig ist, gläserne beschlagene oder irdene
Retor-