zur chem. Untersuch, der Körper überhaupt. 109
ten legt man in das Sandbad (h. iOi.) ein, zu welchemEnde die Kapellen (H. 99.) an der Seite den kreisförmi-gen Ausschnitt haben, um den Hals der Retorte heraus-zulassen. Wo ein stärkeres Feuer nöthig ist, gebrauchtman die eisernen oder irdenen Retorten, die man insoffene Feuer des Reverberirofens (h. 94.) stellt. Manch-mal thuc man dies auch mit den gläsernen Retorten.In diesem Falle überzieht man sie, so wie auch sonst dieirdenen, mit einer Masse, um sie gegen die unmittelbareEinwirkung des Feuers zu schützen, das heißt, man be»schlägt sie (Im-icantur). Man nimmt zu diesem Be-schläge entweder bloßen lehm; oder besser gleiche TheileSand und feuerfesten Thon, die nian mit Wasser zu ei-nem Teige macht, und etwas Kuhhaare zumischt; odergute Ziegelerde, etwas Spreu oder Kuhhaare, machtmit Wasser einen Teig daraus, und überzieht damit dieGefäße. Den Beschlag laßt man im Schatten trocknen,und verstreicht die Risse gehörig. Niemals muß man dieGefäße ins Feuer bringen, ehe der Beschlag ganz trockenist. Irdene Retorten müssen vor dem Ucberzuge erst insWasser getaucht werden, um den Beschlag desto eheranzunehmen. Ehemals bediente man sich statt eines Be-schlages eiserner oder irdener Hauben, worin man dieRetorten einschloß, (gepanzerte Rerorren) die aberauch zu entbehren sind, weil sie dieHitze zu sehr vom Ge-fäße zurückhalten, und noch weniger, als der Beschlag,das Zerspringen verhüten. Ein Reverberirosen, worinmehrere große eiserne oder irdene Retorten liegen können,heißt ein Galeerenofen.
H. lA2.
Um bey der Destillation aus Retorten im Rever-berirfcuer die Vorlage mehr abgekühlt zu erhalten, undvon dem heißen Ofen zu entfernen, dient der Vorstoß(tubuz mtsrmslliuz), eine gläserne oder irdene Röhre,
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