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1 (1794)
Entstehung
Seite
108
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io8 I. Abschnitt. Nöthige Vorkenntnisse

und bep gelindem Feuer aufsteigen; der zweyten bcy sol-chen Materien, welche schwerer in die Höhe steigen, undeine größere, als die Hitze des siedenden Wassers erfor-dern. Die dritte Art ist ganz entbehrlich, und nur inwenigen Fallen noch gebrauchlich.

H. 150.

Die schrägen Destillationen (§. 149.) geschehen inRetorten (rotorm?, (7^). Dies sind gleichsam Kol-ben mit einem gekrümmten -Aalse, der aus dem ober»Theile (dem Gewölbe) des Bauches heraustritt. DerBauch ist entweder kugelförmig (gemeine Retorten),oder langlichrrund (englische Rcrorecn). Sie sind ent-weder aus grünem, nicht so gut aus weissem Glast,aus Thon, oder auSlListn bereitet. Die irdenen habengemeiniglich einen stachen Boden, und werden am bestenaus der Masse zu Schmelztiegeln (§. reo.) verfertiget.Tubulirre oder Tubulär-Retorten (retortss tubuls-tse) haben in ihrem Gewölbe eine Oeffnung mir einemeingeriebenen Glasstöpsel; sie haben in vielen Fallen gro-ssen Nutzen, dürfen aber in keine zu starke Hitze gebrachtwerden, weil sie wegen der ungleichern Ausdehnung desGlases, in Ansehung der ungleichen Dicke desselben, ander Ocffnung lcichtRisse bekommen. Bcy den Retortenüberhaupt kömmt sehr viel auf die gehörige Krümmungdes Halses an. Auch darf der Hals, zumal beym An-fange der Krümmung, nicht zu enge scyn. Uebrigcnsmuß man Retorten von verschiedener Größe vorrathighaben.

§. 151.

Zur Vorlage dienen bey den Destillationen aus derRetorte die Kolben, in welcher sich die übergehendenDämpfe verdichten und sammien, und in deren Halsman den Hals der Retorte steckt. Die glaserneu Retor-ten