84 l» Abschnitt. Nölhige Vorkenntnisse
wundern, daß einige Körper ein geringeres, andere einstärkeres Feuer zum Schmelzen erfordern. Jene nenntman leichtflüssig, diese strengflüssig, schwerflüssig;und man belegt das Schmelzen der erstem auch wol mitdem Namen des Zcrlassins oder Zergehen» (liguo-LnÄio). Uebrigens hat man bis jetzt noch keine festeGrenzlinie zwischen Lcichtflüssigkcit und Strengflüssigkeitbestimmt, und beide sind in Beziehung auf einen gewissenFeuerSgrad nur relativ.
§. 109.
Merkwürdig ist es, daß verschiedene Körper, be-sonders die mehresten Metalle, schnell und auf einmalschmelzen, da andere, wie die Fette und Harze, und unter den Metallen das Eisen und die Platina, erst ver-schiedene Stufen der Consistenz durchgehen, ehe sie inden flüssigen Zustand kommen. Einige Metalle erforderneinen glühenden Zustand, ehe sie in Fluß kommen, an-dere nicht. Ferner schmelzen manche schon zusammen-geschmolzene Mischungen leichter, als ein jeder der Kör-per, woraus sie bestehen, einzeln für sich thut.
Ein Veyspicl hicvon gicbt das Rose'schc Metallgsmisch, ausBley, Zinn und Wismuth.
§. 110.
Einige Körper können durch keine Hitze, die wirjetzt hervorzubringen im Stande sind, in Fluß gebrachtwerden : man nennt sie unschmelzbar, feuerfest (m-LraKsris). Folgt aber daraus, daß sie absolut unschmelz-bar sind? Oder fehlt es uns wol nicht vielmehr an einemso hohen Grade von Hitze, bep welcher die Cohäsionskrafcihrer Theile überwunden werden kann? — Schwer-flüssige Körper werden auch durch den Zusatz andererleichtflüssig, die man in diesem Betracht Flüsse (lluxus)im Großen beym Hüttenwesen Zuschläge nennt. Aber
wie