zur chem. Untersuch der Körper überhaupt. 8 zSchmelze n.
§. io6.
Das Feuer dehnt alle Körper ohne Unterschied auchund man sieht auch daher diese Ausdehnung als den sicher-sten Maasistab der relativen Menge des Feuers an. Beyfesten Körpern kann diese Ausdehnung in der Hitze soweit gehen, daß sie flüssig werden, das heißt, daß ihregleichartige Thcile so wenig zusammenhangend sind, daßsie bei) ihrer ganzlichen Trennung keinen merklichen Wi-derstand mehr thun, und Verschiebbarkeit in einem hohenGrade erhalten Diese Wirkung des Feuers auf festeKörper, nennt man das Schmelzen lk„s,n, "Z'in);und man sagt von einen, durchs Feuer flüssig gemachtenKörper in diesem Zustande, er sey »m Flusse, oder erfließe, er schmelze.
§. 107.
Zum Schmelzen wird also erfordert, daß der Zu-sammenhang der gleichartigen Theile der festen Körper ineinem ziemlich hohen Grade aufgehoben werde. Dieslaßt sich aber nicht anders denken, als durch die Dazwi-schenkunft eines andern, selbststandig flüssigen, expansivenStoffes, durch dessen Erpansivkraft der ZusammenhangderTheilchen des festen Körpers in einem so hohen Gradeaufgehoben wird, als zum Flüssigseyn erforderlich ist.
§. 108.
Wenn man erwagt, daß die Kraft der Cohasionder Grundmassen verschiedener fester Körper größer odergeringer ist, daß die Anziehung der Theile der Körperzum Warmestoff eben so wenig sich nach einem allgemei-nen Gesetze richtet, als zu andern Stoffen, und sich danneine richtige Vorstellung von der Art und Weise macht,wie die Schmelzungen geschehen; so darf man sich nicht
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