82 I. Abschnitt. Nöthige Vorkenntnisse
?b!1os. Msickact. Vol. I.XXII. Gütlingisches Magazin, Zahl,'-
gang III. St. 2. S. ziz.
§. 105.
Qhngeachtet der Unzulänglichkeit der gewöhnlichenBestimmungsart der Hitze in ihrer größern Stärke hatman doch folgende fünfGrade des Feuers angenommen,und sie mit besondern Namen belegt, die man wissenmuß, wenn man die Sprache der Chemisten ganz ver-stehen will. Der erste Grad oder der Digestionegradgeht ohngefähr vom 4often bis zum y6sten Grade nachFahrenheits Thermometer oder bis zur natürlichen Blur-wärme. Der zrveyte Grad, oder der Destillations-grad, vom 9üsten Grad dieses Thermometers bis zum2i2ten Grad, oder bis zum Siedepunct des Wassers.Diese beiden Grade können wir durch unsere gewöhnlichenThermometer messen, und durchs Wasserbad (H. 101.)recht gut anbringen. Der dritte oder der Sublimattions-, Cemenrarionsgrad ist zwischen 212 bis 6ooGrad Fahrenheits, und reicht also bis zum Siedepunctdes Quecksilbers. Durch Verlängerung der gewöhnli-chen Scale und Röhre des Thermometers kann auch die-ser noch gemessen und in? Sandbade erreicht werden.Bcy dieser höchsten Stufe werden die Gefäße bis zurbraunrothcn Glühung gebracht. Der vierte oder derSchmelzgrad, Glasofen- und Reverberirgrad reichtvon 6oo Grad bis zum 1500 Grade des Fahrenheiti-schen Thermometers, oder bis zum Schmelzen des Roh-eisens. In seiner größern Stärke glühen die Gefäße weiß,und man sieht leicht, daß die Bestimmung dieses Gradesnach Fahrenheits Thermometer nur willkührlich sey. Für«den fünften und letzten Grad rechnet man endlich die nochgrößere, durch die größten Brennspiegel und Brenn-glaser, so wie auch durch reine!uft, bewirkte Hitze.
Schmes-