Zo I. Abschnitt. Nöthiee Vorkenntnisse
Vor dem Gebrauche dos Tbcrmometers suchten die Chemistenmehrere Stoffe hervor, womit sie die Kapellen füllte», umden gehörigen Grao oer Warme gleichförmig zu machen; unddaher rühren noch die Benennungen des llfci)e>>dac>en b, ci-ueruin), des zsellw^iMasc i, wenn inan die Kapelle mit ge-siebter Asche oder Eisenfeilfpaneu anfüllte; ferner des Mili-basea fVenter eguinus), des rvcinrrelrcrbaven G- v uz-ceorum), wenn man die Gesäße in die Warme des faulen oenMistes oder der gahrenden Weintresiern jlcllte; deren Ge-brauch aber mit Nechc abgeschafft und ganz cnrbchrüch ist.
§. 102.
Wenn hingegen die Gfäße durch heißes oder sie-dendes Wasser erhitzt werden, in weichem sie stehen, soheißt das ein Wajserbad oder kNarlcnbad (buin. lVlu-rias, maris, L. ivi. ein Dampfbad ( b. vgpo-
rZz, äA.) hingegen, wenn die Dampfe des siedendenWassers das Gefäß erhitzen. Zum Wasserbade kannman einen Kessel mit Wasser gefüllt, der statt der Ka-pelle dient, und auf den vorigen Windofen ( H. c,g.) ge-stellt wird, gebrauchen, worin die Gefäße auf einemStrohkranze stehen, die man nicht unmittelbar ins Feuerbringen darf, und die man auch wol mit einem bleyernenKranze beschwert, um sie zu befestigen und niederzuhal-ten. Es ist gerade nicht nöthig, daß der Kessel mit ei-nem Deckel geschlossen sei), der alsdann in der Mitte einLoch haben muß, um den Hals des Kolbens oder der Phioleherauszulassen. Zum Dampfbade schickt sich diese Vor-richtung besser, wo man Gefäße auf einen Dreyfuß sostellt, daß das Wasser sie im Sieden nicht berühren kann,sondern nur die Dämpfe dieselben erhitzen.
§. ioz.
Da das Wasser, wenn es an frcycr Luft siedet, nureinen bestimmten Grad von Wärme anzunehmen fähigist, so gicbt das Wasserbad ein zuverlässiges Mittel ab,
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